Der DAX sollte laut letztem Wochenausblick in einer engen Spanne zwischen 11.900 und 12.040/.070 verweilen. Damit hangelte sich der DAX weiter schwach an den oberen Trendlinie entlange, an welcher er in den letzten Wochen 3 klare Fehlausbrüche hingelegt hat. Trotz einer weiter sehr abwartenden EZB konnte kein neuer Ausbuch gewagt werden und somit bleibt die Luft zur deckelnden Trendlinie weiter sehr begrenzt. Ohne Ausbruch wird sich der DAX jedoch zwangsweise wieder auf der Unterseite des Trendkanals orientieren müssen. Vielleicht bereits in der kommenden Woche? Mit den Notenbanksitzungen der FED & BoJ warten einige klassische Impulsgeber auf uns. Zusätzlich fällt am 15.03. die US-Schuldengrenze und ohne Kompromiss droht ein Shutdown der US-Verwaltung. Der republikanisch geprägte Kongress hatte Obama genau dorthin gezwungen, um weitere ausufernde Schulden zu verhindern. Mit Trump steht nun der Kandidat der Republikaner vor dem gleichen Problem. Mit dem großen Unterschied, dass Trump weitere gigantische und zum Teil sehr zweifelhafte Ausgaben plant. Verraten die Republikaner nun ihre Ideale, oder bekommt Trump einen fetten Denkzettel verpasst, welcher alle großspurigen Wahlversprechen (Mauer, gigantische Steuererleichterungen, 1 Billon Dollar für Infrastruktur, Militär, Atomprogramm…) mit sofortiger Wirkung cancelt? Dieser Termin könnte wichtiger werden, als die anstehende Zinserhöhung der FED, welche die Schuldenproblematik (Schulden werden wieder teurer) jedoch verstärken dürfte. Die Parlamentswahlen der Niederlande werden ebenso am Mittwoch abgehalten. Ein Sieg für die Rechtspopulisten? Die neue Woche bietet somit eine ganze Reihe an großen Impulsgebern. Passend dazu hat der Dow Jones seinen Aufwärtstrend seit der Trump-Wahl getestet. Am Freitag bildet der Große Verfallstag den Wochenabschluss:

Quelle: stockstreet.de

Kurse oberhalb der 12.000 sind laut der Positionierungen an der Terminbörse als eher unwahrscheinlich anzusehen. Ab 11.500 überwiegen stärkere PUT-Positionen. Ein Ereignis, welchen einen Abverkauf unter diesen Bereich einleiten würde, könnte für einen starken Abverkauf am Markt sorgen (Sicherungen der Stillhalter). Das gleiche Prinzip gilt für die 12.000-er Marke. Im Normalfall wird Freitag unterhalb der 12.000 und oberhalb der 11.500 abgerechnet.

Schauen wir auf unsere Chartreihe, beginnend mit dem großen DAX Monatschart, wo es aufgrund der sehr geringen Schwankungsbreite keine nennenswerten Änderungen zu vermelden gibt. Weiterhin haben die Bullen oberhalb der 11.425 alle Vorteile in ihrer Hand das Allzeithoch um 12.400 über die 12.220 kurzfristig zu erreichen. Unterhalb der 11.4 droht der Rücksetzer zur Ausbruchzone um 11.000/10.800. Das mittlere Bollingerband verläuft aktuell bei 10.580. In den nächsten Wochen & Monaten dürfte das m. Bollinger auch den Aufwärtstrend von 2009 tangieren. Kurse unterhalb dieser Zone würden das große Chartbild klar eintrüben und weitere Hochpunkte wären für Monate unwahrscheinlich (Bärenmarkt).

Zoomen wir in den DAX Wochenchart, wo der DAX zwischen Aufwärtstrendlinie und deckelnder Trendlinie vom Trendkanal nur eine sehr kleine Wochenkerze ausbilden konnte. konnte. Es besteht natürlich weiter die Möglichkeit, dass der DAX dünn und in enger Spanne an der Trendlinie entlangwandert. Eine Spanne von 11.920 zur 12.100 wäre dann realistisch. Die kommende Woche bietet für den Markt jedoch viele größere Impulsgeber, die für Volatilität und gegen eine kleine Wochenkerze sprechen. Ohne Durchbruch auf der Oberseite (aktuell 3 Fehlausbrüche) droht jederzeit die Gefahr die Unterseite des Trendkanals anzulaufen. Eine erste Eintrübung setzt es, wenn die 11.920 unterschritten wird. Unterhalb der 11.780 droht zudem der Test des mittleren Bollingerbandes und der wichtigen Supportzone um 11.400. Eine Zwischenmarke stellt die 11.630 dar. Unterhalb der 11.400 droht der Test der Ausbruchzone um 10.800/11.000. Zum Großen Verfallstag (bis Freitag 13 Uhr) im neutralen(!) Marktumfeld jedoch unwahrscheinlich.

Kurzum: Der DAX kann sich oberhalb der .920 und spätestens der .780 weiter an der Oberkante Trendkanal entlang hangeln. In einer schwächeren Woche droht eine Range von 12.000/11.950 zur 11.630/.500. Die Supportzone um 11.400 ist bis Freitagmittag gut gesichert. Ein Rutscht darunter vor dem Verfallstermin aufgrund einer besonderen Marktsituation könnte jedoch einen stärkeren Abverkauf auslösen.

Blicken wir noch auf den Tageschart und den 60-Minutenchart, wo die genannten Marken noch besser zu erkennen sind. Der DAX hangelt sich weiter an der Oberkante Trendkanal entlang ohne einen Durchbruch zu erzielen. Das mittlere Bollinger befindet sich zum Wochenstart an die 11.920 und bilden einen ersten wichtigen Support. Von dieser Marke kann der DAX weiter die deckelnde Trendlinie bis 12.100 testen. Unterhalb der .920 erweitert sich das untere Ziel zur .780 und folgend bis zur .480. Die 11.500 sollte bis Freitagmittag zum Verfallstag halten. Es droht Gefahr, wenn diese Zone aufgrund ängstlicher Märkte bereits unterschritten wird.

In einer schwachen Woche könnte die Wochenrange sich von 12.000/11.950 über die 11.780 bis knapp 11.500 erstecken. Bis zum Ende des Monats wandert die Unterkante es Trendkanals Richtung 11.100. Der GD200 folgt dieser Trendlinie und befindet sich aktuell an der 10.800. Der GD100 bei 11.320.

Im US-Markt gab es die schwächste Woche in 2017 zu vermelden. Im Dow Jones Wochenchart sind erste Gipfeltendenzen zu erkennen und im Tageschart konnte der Tiefpunkt der vergangenen Woche direkt an der Aufwärtstrendlinie November 2016 gesetzt werden. Das mittlere Bollingerband verläuft ebenso genau auf dieser Zone. Der Dow müsste nun an der .900-er Marke nochmals Schwung holen und das Jahreshoch übertrumpfen, um den Trend kurzfristig fortzusetzen. Unterhalb der .780/.800 trübt das Bild merklich ein. Die 20.320 & folgend die 20.020 wäre dann die nächsten größere Ziele auf der Unterseite. Gefolgt von der 19.780.

Anbei auch der S&P500 Wochenchart. Zurücktauchen in den Aufwärtstrendkanal von 2016, oder Abpraller?

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!

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