Der Start in den neuen Monat hätte nicht besser laufen können; zumindest für die Bären. Im vergangenen Wochenausblick hatte ich euch dargestellt, dass eine bärische Woche drohen dürfte, wo ein Rücksetzer zur Supportzone um .150 fest einzuplanen war. Diese Zone sollte bei stabilen US-Märkten eine interessante Reboundzone darstellen. Bei schwächelnden US-Börsen sollten die Trader hingegen Vorsicht walten lassen, da bei Bruch der Zone die Tür über die 13.000 unter die 12.800 geöffnet wäre. Schlussendlich legten die Bären ein ordentliches Tempo vor und liefen direkt zum Support um .150. Bei deutlich einsetzender Schwäche der US-Börse folgte ein direkter Rutsch unter diese Supportzone bis zum nächsten Schlüsselsupport um 12.700. Diese neue Dynamik lässt uns nun auf eine spannende kommende Handelswoche blicken, denn genau diese Dynamik könnte anhalten. Interessanterweise haben Bullen und Bären noch die Chance diese für sich zu nutzen.

Blicken wir auf unsere Chartreihe, beginnend beim Big Picture im DAX Monatschart, wo der Aufwärtstrend von Juni 2016 wohl endgültig gebrochen ist. Die zurückhaltende Monatskerze Januar (mit Fehlausbruch Allzeithoch) hatte bereits für den Februar einen Schwächephase angedeutet. Ein weiterer Tiefpunkt war wahrscheinlicher, als ein weiterer Hochpunkt. Nun folgte dieser Tiefpunkt bereits direkt zum Monantsbeginn und der Index steht vor einer ersten wichtigen Richtungsentscheidung. Zuletzt konnte der DAX in dieser Zone stets wieder aufgekauft werden, ohne jedoch nachhaltig nach oben auszubrechen. Gelingt nochmals der bullische Abpraller, oder waren es auf der Oberseite mittlerweile zu viele Fehlversuche? Der DAX Monatschart dient als Überblick für die wirklich großen Bewegungen im Chartbild, denn zu gerne verliert man sich in der täglichen Analyse im klein-klein der Minuten- & Stundencharts. In diesem großen Bild habe ich euch 2 Zonen gekennzeichnet. Das 23,6-er Retracement der Aufwärtsbewegung seit Februar 2016, welches einen übergeordneten Support mit dem alten Allzeithoch (AZH) bei 12.396 bildet. Unterhalb dieser Marke werden zeitnahe Angriffe auf das AZH sehr unwahrscheinlich, stattdessen würden wir uns Richtung m. Bollingerband (11.950) und 38,2-er Retracement (11.750) bewegen. Bei ungefähr 11.500 würde noch der Aufwärtstrend der 2009-er Hausse verlaufen. Aber Obacht! Ich sage hiermit nicht, dass ein Test dieser Zonen bevorsteht; ich skizziere nur was passiert, wenn bestimmte Marken unterschritten werden. Bis zur 12.390 sind direkte Reboundbewegung mit Chance AZH und 14k möglich. Unterhalb dieser Marke trübt sich das große Chartbild etwas ein und wir orientieren uns zur 11.950/.750/.500.

DAX Monatschart

Zoomen wir weiter in den DAX Wochenchart, wo die eben erwähnten Marken ebenso zu finden sind. Eine sehr wichtige Zone in diesem Chartbild stellt zusätzlich die 12.670 dar, welche im Future schon fast erreicht wurde. Es ist anzunehmen, dass diese Bewegung im Xetra-Handel noch nachgebildet wird, spätestens dann müssen die Bullen jedoch zuschlagen und die Supportzone aufkaufen. Vielleicht ganz klassisch als Turnaround Tuesday?

Fassen wir die möglichen Szenarien zusammen. Die Bullen müssen schon fast auf eine Insideweek (Wochenkerze innerhalb der Vorwochenkerze) setzen und den DAX ab .670 aufkaufen. Eine starke Erholungsbewegung bis 13.050 wäre dann sogar möglich. Im Worst Case startet der DAX direkt per Gap unterhalb der 12.670. Eine direkte Fortsetzung des Abverkaufs wäre dann sehr wahrscheinlich. Als wichtige Anlaufstation wäre auch hier das alte AZH bei 12.396 zu nennen. Der Start in die Woche wird somit bereits sehr entscheidend.

Der GD100 verläuft im übrigen bei 11.600.

DAX Wochenchart

Blicken wir anschließend zum DAX Tageschart (Future & Xetra), wo sich eine kleine Divergenz zwischen Future und Xetra herausgebildet hat. Der Xetra-DAX ging mit 12.782 knapp 100 Punkte höher aus den Handel als der Future und hat damit den GD200 noch nicht getestet. Es besteht nun die Wahrscheinlichkeit, dass der Xetra-DAX gleich zum Start diese untere Zone bis 12.670 testet.

Im Future hatte ich euch nach Bruch der 13.135/.150-er Supportzone die neue Handelsspanne gelb eingezeichnet, von wo der DAX auch noch neutral nach oben Richtung 13k abdrehen könnte (Zwischenmarke .850). Der Future konnte diese bereits voll durchlaufen. Eine weitere kleine Auffälligkeit ist das relativ hohe Volumen im Abverkauf. Der letzte Abverkauf Richtung .750 Anfang Januar konnte nicht mal halb soviel Volumen aufweisen.

Kurzum: Der Xetra-DAX dürfte die Bewegung im Future noch nachbilden. Bei erstarkenden Bullen könnte ein dynamischer Abpraller an der .670 erfolgen. Bei anhaltender Unsicherheit könnte sich eine erste vorsichtige Range von .670 zur .780 am Montag andeuten. Vorsicht wäre bei Bruch der .670 oder gar Start mit Gap unterhalb der Marke geboten.

DAX Tageschart Future
DAX Tageschart Xetra

Ich habe noch zwei  Zusatzgrafiken für euch! Den Tageschart mit dem bullischen und bärischen Szenario und das Verfallsdiagramm, wo deutliche Positionierungen um 13.000, 12.600 und 12.000 zu erkennen sind. Im normalen Marktumfeld ist eine Abrechnung oberhalb der 13.000 am 16.02. zu erwarten, dh. ein bullischer Abpraller an der .670 Richtung 13k würde gut zum Verfallsdiagramm passen. Diese deutlichen Positionierungen birgen allerdings auch eine Gefahr, wenn durch einen weiteren negativen Impuls – oder die US-Börsen korrigieren einfach weiter – ein Rücklauf zur 13.000 unwahrscheinlich wird, könnten sich die Stillhalter (dh. die Emittenten) genötigt fühlen diese Positionen abzusichern und damit die Abwärtsbewegung noch zu beschleunigen. Man könnte meinen es verstecken sich 2 Turbos im Markt. Bei Verteidigung der .670 werden die Stillhalten Morgenluft wittern und helfen den DAX zur 13.000 zu ziehen. Bei Bruch der .670 könnten sie jedoch schnell kalte Füsse bekommen, die ersten Positionen absichern und den DAX noch mit Schwung in die Tiefe ziehen. Es befindet sich also zusätzlicher Zündstoff im Markt.

Positionierungen zum Verfallstermin am 16.02. – stockstreet.de
2 Szenarien sind möglich

Marktüberblick im Video.

– folgt –

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Handelswoche.

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