Weihnachtsfrieden an den Börsen?

Der G20-Gipfel endete gütlich mit vielen schwammigen Formulierungen und viel Spiel auf Zeit. So auch beim Handelskonflikt zwischen China und den USA, wo sich beide Seiten vorerst auf einen Waffenstillstand geeinigt haben; die Problematik wurde aufgeschoben Richtung Q1 2019. Aktuelle Unsicherheitsfaktoren bleiben die Strafzölle auf europäische Autos (Anfang der Woche bereits relevant) und die Brexit-Abstimmung im Britischen Unterhaus. Gibt es auch hier versöhnliche Töne so wunderbar vor Weihnachten? Dann könnte der versöhnliche Jahresabschluss Realität werden. Ein bullischer Durchbruch wäre dieser wahrlich noch nicht…

Blicken wir auf unsere Chartreihe, beginnend beim Big Picture im DAX Monatschart, wo sich der DAX seit 2017 in einer größeren Seitwärtsspanne aufgehalten hat. Seit 2015 hat er große Probleme signifikant neue Hochpunkte zu erarbeiten und der Seitwärtstrend von 2017 wurde nun bereits auf der Unterseite verletzt. 

Die Monatskerzen Oktober & November konnten das 23,6-er Retracement der Hausse-Bewegung seit 2009 bei 11.225 verteidigen und damit einen ersten Hinweis auf Stabilisierungstendenzen liefern und für einen grünen Dezember sorgen. Auf der Oberseite bilden die .730/.850/.930 nun wichtige Widerstände, welche vorerst nachhaltig schwer zu durchbrechen sind. Oberhalb wäre nach der 12k erst die 12.500 eine größere Anlaufzone. Auf der Unterseite bildet das Jahrestief bei 11k nach der 11.230/.150 einen übergeordneten Support. Darunter wäre mit einem Test der 10.8/10.5/10.2 zu rechnen. Speziell bei direkten Abprallern an der 11.850/.930 bleibt dieses Szenario der übergeordnet wahrscheinliche Weg.

DAX Monatschart

Zoomen wir weiter in den DAX Wochenchart, wo sich der DAX in der vergangenen Woche in der erwarteten Spanne zwischen .150/.200 und der .400 mit dem ema200 aufgehalten hat. Der Widerstand bei der .400 stellt in der kommenden Woche die erste wichtige Hürde dar. Kann er direkt per Gap übersprungen werden? Dann könnte eine zügige Erholung Richtung .510/.550/.570/.600 eingeleitet werden. Ab der .600 wird der Weg bereits wieder sehr schwierig und der DAX könnte auf Wochensicht ausgebremst werden und sich weitere Ziele für die nächsten Adventwochen aufheben. Bleiben wir hingegen unterhalb der .400, so könnten die Bären auch den Jahresabschluss dominieren. Die Spanne Richtung 11k über die .150/.200 wäre dann weiter aktiv. Darunter würde sogar der direkte Test der 10.5/10.8 drohen.

Übergeordnet hat der DAX eine Seitwärtsspanne im bärischen Umfeld von 11.850/.930 zur 11.000/10.5 aktiviert. Erst oberhalb der 12k können die Bullen wieder hoffen.

DAX Wochenchart

Blicken wir anschließend zum DAX Tageschart (Future & Xetra), wo die Zwischenmarken der übergeordneten Bewegungen besser zu erkennen sind. Weiterhin wäre die Ausbildung eines Doppelbodens an der 11.000-er Marke möglich, welcher auch ohne Aktivierung für einen versöhnlichen Jahresabschluss sorgen könnte. Das Vorwochentief darf dafür keineswegs mehr unterschritten werden; im ideal erfolgt der Start direkt oberhalb des m. Bollinger (.345/.360), welches in der vergangenen Woche stets für einen bärischen Rebound sorgte. Nachfolgend könnten die .400/.440 übersprungen werden und für einen kleinen bullischen Squeeze in die Richtung .510/.550 sorgen. Ab dort könnte die Dynamik bereits wieder etwas herausgenommen werden und an der .600 Gipfeltendenzen auf Wochensicht entstehen.

Unterhalb der .400 und bei Abprallern am m. Bollingern bleibt die Spanne zur 11k/10.920 aktiv. Aktuell nicht favorisiert. Oberhalb der .600 dürfte der DAX die Wiederstandszone .730/.850 anvisieren. Für die kommende Woche wohl noch eine Nummer zu groß.

DAX Tageschart Future

DAX Tageschart Xetra

Anbei das etwas größere DAX-Bild seit 2012… Chance auf eine Erholung in den Jahresabschluss hinein (Jahresendrally)? Und im Anschluss im Q1 2019 dann nochmal eine turbulente Zeit?

Der DAX seit 2012

Der Marktüberblick im Video:

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Handelswoche.

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