Ja, was soll den DAX schon schocken?! In Griechenland muss in den nächsten Wochen eine Lösung her, ansonsten droht der Zahlungsausfall und durchaus auch die Ansteckungsgefahr für weitere Länder. Eine Lösung ist aber so gar nicht in Sicht und so purzeln die Ratings von Woche zu Woche. Der Markt setzt anscheinend auf eine Last-Minute-Rettung, anders ist sein Verhalten nicht zu erklären. Tja und dann ist da noch der Ukraine-Krieg, der durchaus die Kraft hat eine Zeitenwende zwischen Ost und West einzuläuten. Und der DAX? Er ignoriert das brisante Thema komplett… Anscheinend muss erst der Worst Case von heute auf morgen einsetzen, um die Luft aus den DAX zu lassen. Andersrum könnten Einigungen für weitere Pluszeichen sorgen. Denn eins ist glasklar: Der DAX schaut sehr bullisch aus – ja für diese Nachrichtenlage sogar viel zu bullisch.

Schauen wir zum Markt…

DAX:

Ich hatte vor einer Woche geschrieben, dass bei einer hohen Konsolidierung die 11.000 Punkte im gleichen Anlauf noch möglich sind. Ein Rücksetzer würde durchaus einer gesunden Entwicklung gut tun, aber selbst die Nachrichten aus der Ukraine & Griechenland konnten den DAX nicht vom hohen Sockel reißen. Die 11.000/100 bleiben daher in der aktuellen Bewegung noch möglich. Der große Rücksetzer knapp zur 10.000 könnte so noch verschoben werden bzw. vorerst im Bereich .550 oder .450 enden.

Die hohe Konsolidierung spricht momentan einfach eine bullische Sprache. Der Blick auf den großen Wochenchart spricht ebenso diese Sprache. Der DAX hat wichtige Marken eiskalt übersprungen und konnte diese bisher ohne Gegenwehr verteidigen. Solange es nicht mit Schwung unter die 10.000 zurückgeht, bleibt das Bild weiterhin sehr, sehr bullisch und würde für weitere klare Kursgewinne sprechen. Natürlich weiß ich auch, dass das Umfeld eine andere Sprache spricht und der Anstieg so überhaupt nicht gesund erscheint. Aber man muss den Tatsachen ins Auge blicken. Die EZB wird fleißig weiter buttern bzw. fängt sie im März überhaupt erst an! Das wird den Euro weiter drücken und die FED wird Probleme haben eine Zinserhöhung zu erklären. Ohne einen Schwarzen Schwan wird die Blase wohl weiter aufgepumpt…

Am Freitag hatte der DAX erste Schwächesignale gesendet, aber oberhalb der .700 könnte er weiterhin mühelos zu neuen Hochs ansetzen. Gut möglich, dass die neue Woche weiterhin genutzt wird um hoch zu konsolidieren und um so neue Kraft für einen neuen Angriff zu sammeln.

Anbei mal die verschiedenen DAX-Charts.

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US-Markt:

Der US-Markt war die bullische Überraschung der letzten Woche. Der  wichtige Support wurde wie erwartet angelaufen und teilweise sogar nach unten verletzt, allerdings hatten die Marktteilnehmer wohl noch kein Interesse den Markt abrutschen zu lassen und griffen am Support sehr beherzt zu und schoben den Dow knapp 900 Punkte nach oben! Am Ende wurde selbst der Abwärtstrend wieder geknackt. S&P 500 und Nasdaq haben hingegen noch ein wenig mehr zu knabbern.

Am Freitag wurde der kurzfristige, sehr steile Aufwärtstrend wieder verlassen und eine kleine Konsolidierung wäre nun möglich. In der bullischen Variante wäre der Pullback zum erst gebrochenen Abwärtstrend bei 17.700 möglich. Ein Abpraller könnte den Dow wieder auf ein AZH in Richtung 18.300 schieben.

Falls es wieder in den Abwärtstrend hineingeht könnte die starke Bewegung der Vorwoche wieder komplett abverkauft werden. Der wichtige Support um 17.050 würde dann wieder in den Fokus rücken.

Die Bullen haben zurzeit einen Vorteil. Der Trend wurde gebrochen und das letzte Zwischenhoch wurde überboten. Allerdings waren die letzten Bewegungen immer sehr volatil und wurden immer komplett wieder abverkauft. Jenseits der 18.000 wird die Luft aber auch schnell dünn.

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Gold:

Anbei noch der kurze Blick zum Gold, da die Lage spannend erscheint. Vor 2 Wochen hatte ich geschrieben, dass eine starke technische Gegenreaktion zu erwarten ist. Diese hat fast punktgenau eingesetzt und steht mittlerweile am wichtigen Support der Ausbruchzone. In der neuen Woche muss der Boden gefunden, verteidigt und möglichst schon ein Abpraller abgearbeitet werden. Ansonsten droht der bullische Ausbruch zu versagen. Bei knapp 1.220 muss der Wendepunkt gefunden werden. Der Pullback zur Ausbruchzone wäre damit dann auch abgeschlossen und der Weg für neue Hochs offen.

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Zum Schluss noch ein kurzer Hinweis.

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