Der DAX und die Jahresendrally; es könnte das letzte Missverständnis in diesem Jahr werden. Im vergangenen Wochenausblick hatte ich darauf hingewiesen, dass die Erwartungshaltung für eine Endrally (speziell beim DAX) gefährlich hoch sei und der Eurokurs, sowie die Positionierungen zum Verfallstermin übernächste Woche zu konträr zu dieser Annahme stehen. Die US-Börsen rannten hingegen weiter; getrieben von ihrer Träumerei zur großen Steuerreform. Doch was bleibt danach als Zukunftsausblick? Woran können sich die US-Börsen klammern? Der Wirtschaft könnte bzw. wird nach der Boomphase in eine Abschwungphase gleiten. Die FED wird die Zügel weiter strafen und die aufgeblähte Bilanz abbauen. Folgt der nächste Zinsschritt bereits in diesem Monat? Nach den vielen Versprechen mit unzähligen Superlativen könnte die Luft für noch mehr Fantasie an den Börsen so langsam gefährlich dünn werden. Speziell die Bewertungen an den US-Börsen sind mittlerweile im historisch sehr hohen Bereich angekommen und sind nun sehr anfällig für einen Weckruf der Realität. Eine größere Umschichtung raus aus den US-Markt und rein in europäische Werte (DAX voran) könnte für für 2018 anstehen. Eine scharfe US-Korrektur dürfte der DAX so etwas besser abfedern.

Blicken wir aber wieder auf unsere Chartreihe, beginnend beim Big Picture im DAX Monatschart, wo die Monatskerze November klar rot ausgebildet wurde. Die Dezemberkerze hat nun bereits die beiden Vormonatskerzen unterboten und stellt den Juni-Aufwärtstrend auf eine ernste Probe. Unterhalb der 12.700 wird das übergeordnete Chartbild weiter belastet. Die Zone 12.500/.600 wäre dann wohl nur Formsache. Das mittlere Bollingerband verläuft im Monatschart im übrigen bei 11.680 und der Aufwärtstrend von 2009 bei knapp 11.100. Viel Luft möchte man meinen; vielleicht aber auch gefährlich viel Luft.

RSI & MACD  senden zusätzlich ein frühes Warnsignal.

DAX Monatschart

Zoomen wir weiter in den DAX Wochenchart, wo unser Leitindex weiterhin in der Range der beiden Vorwochen pendelt. Die .850 konnte vorerst verteidigt werden und stellt weiter die Tür zu tieferen Kursen dar. Unterhalb dürfte der Trendkanal und das m. Bollingerband bei knapp 12.700 ein zusätzliches und sehr wichtiges Ziel darstellen. Bei einen noch tieferer Rutsch könnte das Chartbild zügig bärisch umschlagen & die Jahresendrally komplett abhaken. Oberhalb der .850 bleibt die Spanne 12.955/13.000/.050/.100/.200 aktiv. Oberhalb der 13.220 könnte hingegen noch das Allzeithoch (AZH) in den Fokus rücken. Allerdings ist dieser Weg eher unwahrscheinlich und der Verfallstermin in 2 Wochen steht zu dieser Annahme konträr.

Im leicht bärischen Fall bilden wir in der kommenden Woche eine Spanne von 12.720 zur 13.050 aus. Im bullischen Fall bleibt der DAX gleich oberhalb der .850 und hält seine Range zur 12.200.

DAX Wochenchart

Blicken wir anschließend noch zum DAX Tageschart (Future & Xetra). Zeichnet sich seit Oktober gar eine SKS-Umkehrformation ab? Dies gilt es in den nächsten Wochen weiter zu beobachten. Falls ja, könnte uns ein sehr holpriger Start in das Jahr 2018 drohen.

Vorerst bleibt die Seitwärtsrange oberhalb der .850 aktiv. Die obere Begrenzung wird weiterhin das mittlere Bollingerband darstellen, welches aktuell noch bei 13.1 notiert, aber sich zügig zur 13.050 bewegen wird. Die erste Spanne dürfte sich von .850 zur 13.000/.050 erstrecken.

Zwischen 12.400 & 12.700 verlaufen alle wesentliche GDs und verstärken diese Supportzone zusätzlich. Ohne stärkeren negativen Impuls bildet diese Region daher einen interessanten Long-Trigger, welcher jedoch zügig abgesichert werden sollte. Der nächste größere Schritt im DAX wird vom US-Markt abhängig sein.

Es bleibt noch anzumerken, dass das Volumen im Abverkauf wieder klar angezogen hat.

DAX Tageschart mit Prognosepfeile
DAX Tageschart

Anbei noch der Blick zum kleineren DAX 60-Minutenchart, wo sich ein Dreieck mit der Begrenzung 13.120 und 12.800 herausgebildet hat (Zwischenwiderstand 13.050).

DAX 60-Minutenchart

Zum Abschluss auch noch der Blick zu den Positionierungen für den letzten Verfallstag in diesem Jahr (15.12.). Ein anstehender Rallymodus ist dort bisher nicht zu erkennen.

stockstreet.de

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Handelswoche.

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