Der DAX hatte nach Abpraller an der 13.200 mit dem mittleren Bollingerband (Wochenchart) bei 12.600 eine wichtige Anlaufzone, welche er beim ersten Test noch verteidigen sollte. In der vergangenen Woche erfolgte nun dieser Test, jedoch direkt in den Monatsschluss hinein und hinterließ damit eine bärische Monatskerze. Unterhalb der 13k wäre der DAX nun sehr bärisch angeschlagen.

“Sell in May and go away, but remember to come back in September.”? Anbei nochmals die letzten 10 Jahre im DAX inmitten der Rekordhausse. Blau markiert ist der Zeitraum Mai bis September, welcher fast immer eine schwierige Zeit war und heftige Rücksetzer mit sich brachte. Zu erkennen ist aber auch, dass speziell im Mai gerne noch ein letzter Hochpunkt gesetzt werden konnte, bevor in den Sommer & Spätsommer hinein eine schwierige Zeit mit Rücksetzern von mehr als 10% häufig die Folge waren. Passend zum Monatsschluss wurden nun sämtliche Monatsgewinne wieder abverkauft. Geht das Muster also voll auf und die nächsten 2 Monate werden sehr turbulent?

“Sell in may…”?

Interessant erscheint auch der Blick zum größeren Monatschart (jede Kerze stellt einen Monat dar). Stärkere Rücksetzer im Jahr wurden selten direkt aufgekauft, sondern es folgte häufig eine weitere Abwärtswelle. Der Juni muss für dieses Muster nun für deutliche Schwäche sorgen! Der späte Abverkauf im Mai würde für diese These bereits sprechen.

Ein Rücksetzer kommt selten allein…

Blicken wir auf unsere Chartreihe, beginnend beim Big Picture im DAX Monatschart, wo die fertige Monatskerze Mai ein großes Warnsignal für die Trader hinterlässt. Es gab weder Gepushe, noch Window Dressing in den Monatsschluss hinein, sondern es folgte ein kompletter Abverkauf der Mai-Gewinne und der DAX schloss auf Monatssicht nahezu unverändert. Ein Doji, der besonderen Art. Langer Docht, kein Kerzenkörper und minimale Lunte – ein Grabstein Doji (Gravestone Doji), der zu großer Vorsicht mahnt. Häufig folgen anschließend deutliche neue Tiefpunkte, sehr selten neue Hochpunkte. Die Bullen müssen den DAX Richtung 13.200 treiben, um dieses sehr bärische Signale, welches passend in die saisonal schwache Zeit ausgelöst wurde, zu eliminieren. Andernfalls könnte sich der DAX aktuell bereits auf Monatshoch Juni bewegen und sehr bald einen zügigen Abstieg einleiten.

Erste wichtige Unterstützungen auf Monatssicht stellen das 23,6-er Retracement bei 12.440 und das mittlere Bollingerband bei 12.350 dar. Ein Test wäre im Juni wohl als sehr wahrscheinlich einzustufen. Unterhalb nimmt die Korrektur volle Fahrt auf und eine Bewegung zur 12k (Gap) und nachfolgend zum 38,2-er Retracement bei 11.730 könnte bevorstehen.

Interessant sind auch die Ähnlichkeiten beim RSI zur Bewegung in 2015. Erste Abwärtsbewegung und folgende Konsolidierung wurden gut angezeigt. Im Juni müsste nun deutliche Schwäche folgen, wenn dieses Muster Bestand haben sollte.

DAX Monatschart

Zoomen wir weiter in den DAX Wochenchart, wo der DAX nach mehreren Abprallern am GD100 (aktuell 12.050) die 2. Phase (Anstiegs- und Gipfelphase) bei der Ausbildung der etwas atypischen rechten Schulter für die SKS-Formation starten konnte. An der alten Verbindungslinie bei 13.200 folgte der dynamische Abpraller zum mittleren Bollingerband bei 12.600. Eine sehr wichtige Supportzone, welcher der Türöffner Richtung 12.000 werden könnte. Oberhalb der 13.200 wird die Rally hingegen Richtung Allzeithoch (AZH) fortgesetzt.

Das mittlere Bollingerband verläuft in der kommenden Woche bei 12.550 und stellt weiterhin einen wichtigen Support dar. Unterhalb trübt sich das Bild zur .440/.350 ein. Übergeordnet rückt dann ein Test des GD100 in den Fokus. Oberhalb der 13.040 hellt sich das Bild hingegen wieder auf. Über der 13.200 ruft das AZH.

Der GD100 verläuft bei 12.050 und der GD200 verläuft bei 11.200.

DAX Wochenchart

Blicken wir anschließend zum DAX Tageschart (Future & Xetra), wo die Zwischenmarken der übergeordneten Bewegungen besser zu erkennen sind. Der DAX drehte von der 13.200 Richtung starker Supportzone um 12.600 ab und konnte sich davon bisher nicht nachhaltig lösen. Ein klarer Rutsch unter diese Marke würde die Tür zur .440 öffnen und folgend der .315. Auf der Oberseite bilden .730/.815 und .920 erste wichtige Widerständen. Speziell unterhalb der .730/.815 könnte vorerst eine enge Spanne bis zur .550 die Woche bestimmen.

DAX Tageschart Future
DAX Tageschart Xetra

Anbei das alte Chartbild mit der großen SKS-Formation und einer Prognoselinie. Befinden wir uns erst auf halber Strecke der Abwärtswelle? Eine bärische Flaggenformation – als Zwischenkonsolidierung – wäre um 12.400 noch denkbar.

Erst auf halber Strecke?

Der Marktüberblick im Video:

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Handelswoche.

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