Die vergangene Börsenwoche war durch einen eher langweiligen Handel geprägt, was aber durchaus nicht unerwartet kam:

Auf der Unterseite bildet das mittlere Bollingerband um 9.900 den ersten wichtigen Support. In einer schwachen Übergangswoche (Deckel?) wäre eine Range zwischen 10.120 und 9.900 realistisch. 

Letztendlich wurde diese Idee von letzter Woche mit einem kleinen Schönheitsfehler aufgegriffen. Der Test der wichtigen Unterstützung um 9.900 erfolgte und nachfolgend konnte man sich dynamisch nicht absetzten, aber immerhin (knapp) oberhalb der 10.125 und dem GD200 die Woche schließen. Die Bullen halten sich damit eine Hintertür für einen weiteren kleinen Sprung offen, aber man agiert stets unsicher, was man sehr gut bei den “Ausbruchversuchen” um 10.075/10.120 erkennen konnte, welche stets abverkauft wurden. Ein sehr schwacher ZEW-Index und der erste GB Einkaufsmanagerindex nach dem Brexit, deuten klar daraufhin, dass dieses Ereignis noch für viel Kopfzerbrechen sorgen wird. Momentan überwiegt aber noch das Prinzip (Notenbank)hoffnung.

Doch lassen wir die Charts sprechen und blicken zuerst zum DAX Monatschart, wo in der kommenden Woche die Monatskerze fertiggestellt wird. Der wichtige 2009-er Aufwärtstrend konnte nun 2-mal verteidigt werden, falls der DAX in der kommenden Woche nicht doch noch unterhalb der 9.300 schließt. Auf der Oberseite bildet die 10.550 (mittlere Bollingerband) und darüber bis 10.750 (Gap, 2 Trendlinien) einen entscheidenden Widerstand. An den letzten Monatskerzen erkennt man auch sehr gut, dass seit April stets fallende Hochpunkte ausgebildet wurden und das mittlere Bollingerband nicht mehr komplett angelaufen werden konnte, obwohl es immer zum Greifen nah war. Das Bild wendet sich erst in Richtung Bullen, wenn die 10.550 nachhaltig überwunden werden können. Darunter droht ein ein erneuter Test der 2009-er Trendlinie – es wäre vermutlich der finale Test.

Zoomen wir in das Bild hinein und schauen zum aktuellen DAX Wochenchart. In der vergangenen Woche konnte das mittlere Bollingerband bei knapp 9.920 den wichtigen unteren Anlaufpunkt darstellen. Danach folgte jedoch nur ein zögerliches Absetzen, allerdings mit Wochenschluss knapp oberhalb des 38,2-er Retracements um 10.125. Damit wird der Start in die neue Woche – welcher gleich mit dem ifo-Index beginnt – schon sehr entscheidend.

Es droht ein abgeschlossener Gipfel, wenn die 10.125 nicht gehalten werden kann. Ein erneuter Rutsch zum m. Bollinger um 9.920 wäre dann wohl nur der erste Schritt. Haltemarken um 9.580 und 9.490 wären dann realistisch.

Das bullische Szenario würde einen Support um 10.125 sehen und einen Angriff über die 10.200 auf die 10.365 (GD100) als sehr wahrscheinlich betrachten. Darüber würde bereits die 10.550 folgen. Erst darüber kann ein übergeordneter Befreiungsschlag gelingen.

Die 10.125 ist in der neuen Woche somit die wichtige Richtungsentscheidung. Darunter droht akut ein Gipfel und ein stärkerer Rutsch. Eine Stabilisierung oberhalb der Marke würde hingegen für die 10.365 als oberes Wochenziel sprechen. Der ifo-Index könnte der erste entscheidende Impulsgeber werden. Normalerweise läuft er im Gleichschritt zum ZEW-Index – erwarten wir also einen sehr schwachen Wert?

Nachfolgend möchte ich euch noch einen angepassten Wochenchart präsentieren. Ein zeigt ein größeres Zeitfenster mit 2 eingezeichneten Szenarien. Ich hatte dieses Bild bereits vor dem Brexit-Referendum erstellt. Das rote Szenario im Falle des Brexit und das grüne Szenario, falls der Brexit verhindert werden kann. Wie wir alle wissen, kam es nun zum genannten negativen Voting, aber der Markt konnte sich bisher noch recht gut halten, allerdings ohne wichtige Durchbrüche zu erzielen. Oberhalb der 10.550 könnte sich dieses Bild jedoch deutlich aufhellen und für eine kleine Rally sorgen. Ohne Durchbruch bleiben wir bärisch angehaucht und eine große SKS-Formation könnte sogar entstehen. In diesem vereinfachten Bild erkennen wir zudem gut, dass wir zuletzt ziemlich sauber zwischen GD100 (dunkelgelb) und GD200 (hellgelb) wandern. Momentan entspricht dies einer Range von 9.490 und 10.365.

Es fehlt noch der Blick zum Tageschart (Xetra und Future). In der vergangenen Woche gab es kaum Bewegungen, aber zumindest konnte die Abschlusskerze knapp oberhalb der 200-Tagelinie bei 10.075 geschlossen werden. Allerdings erneut sehr zurückhaltend mit nur einem sehr kleinen Kerzenkörper bei dünnem Volumen. Ein dynamisches Überwinden des GD200 ist dies jedenfalls nicht; ähnlich wie im April, Mai, Juni.

Oberhalb der 10.075 wären bei 10.200 und bei 10.360 (oberes Bollingerband) weitere Widerstände zu finden. Unterhalb der 10.075 wartet bei 9.940 der GD100 und bei 9.800 das mittlere Bollingerband. Darunter die 9.600.

Der Kampf um den GD200 wird uns wohl noch eine Woche begleiten.

xetra

Anbei noch der Blick zum Dow Jones – Wochenchart und 60-Minutenchart. Im Wochenchart konnte nur eine sehr kleine Wochenkerze ausgebildet werden. Ähnlichkeiten zu den letzten beiden Allzeithochpunkten sind durchaus zu erkennen (rote Pfeile). Verlieren die US-Börsen nach der FED ihren Aufwärtsimpuls? Im 60-Minutenchart wurde der steile Aufwärtstrend gebrochen, allerdings fehlt momentan noch sämtliche Abwärtsdynamik. Vor der FED möchten sich die Marktteilnehmer wohl nur sehr ungern entscheiden.

Fundamental sind die US-Börsen mittlerweile als überteuert anzusehen und zusätzlich legen sie mittlerweile das 6. Quartal mit abnehmenden Gewinnerwartungen hin. Trotzdem steht der Markt im Allzeithoch und der fair bewertete DAX 20% tiefer. Warum? Die USA wird politisch als sicherer angesehen und die Gelder wanderten von Europa und Asien nach Amerika. Kann sich dies mit dem Faktor Trump ändern? Momentan wird dieses Szenario völlig ausblendet.

dow dowwoche

In der neuen Woche erwarte uns neben einigen Schwergewichten in der Berichtssaison viele wichtige Termine. Wirtschaftsdaten aus Eurozone und Asien, ifo-Index, Bankenstresstest, FED und Bank of Japan…

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche! .

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