Der neue Wochenausblick könnte diesmal etwas kürzer ausfallen, da die erwartete Seitwärtsbewegung in der Tat in die Verlängerung ging. Der Kleine Verfall am Freitag war sicherlich eine wichtige Stütze und die “Stillhalter” konnten – wie durch Geisterhand – zum Lieblingskurs abrechnen und die Privatanleger durften abermals in die Röhre schauen. Die Verfallstage (Hexensabbat) sind ein wunderbares Beispiel für die leichte Manipulierbarkeit der Märkte…

Schauen wir gleich zu den Chartbildern, denn es hat sich übergeordnet nichts verändert! Der DAX Monatschart bleibt am mittleren Bollinger bei 10.500 gedeckelt. Ein Kaufsignal folgt oberhalb der Marke. Unterhalb der 9.300 droht hingegen ein neues Jahrestief. Durch den Abpraller am m. Bollingerband haben die Bären übergeordnet einen leichter Vorteil.

monat

Im DAX Wochenchart erkennen wir weiterhin die saubere Seitwärtsbewegung zwischen 38,2-er Retracement und mittlerem Bollingerband, welche exakt angelaufen wurden und unentschlossen als Candlestick Doji den Wochenschluss bildeten. Auf der Oberseite bleibt das 38,2-er Retracement (10.120) der erste stärkere Widerstand; auf der Unterseite sichert das mittlere Bollingerband (9.760). Diese Range gilt weiterhin auch für die neue Handelswoche. Oberhalb der 10.120 bildet der GD100 bei knapp 10.330 im Wochenchart einen weiteren wichtigen Widerstand. Unterhalb der 9.760 geht es zum 23,6-er Retracement knapp unter die 9.600. Der GD200 verläuft bei 9.358 und bildet eine wichtige Schlüsselunterstützung.

woche

Schauen wir noch zum DAX Tageschart, wo die erwartete Seitwärtsbewegung ebenso gut nachgebildet wurde und auch das Szenario einer SKS-Formation bleibt klar bestehen. Die linke Schulter war bisher klar mächtiger ausgebildet, aber auf der rechten Seite wurde dieses Bild nun langsam komplett nachgeahmt. Die Seitwärtsrange zwischen 50-er Retracement und 38,2-Retracement bzw. mittlerweile auch GD200 (hellgelb bei 10.125) und GD100 (dunkelgelb bei 9.780) gilt es zu knacken und könnte dann eine stärkere impulsartige Kursbewegung hervorrufen. Das mittlerweile Bollingerband verläuft aktuell bei knapp 10.000 und könnte durchaus selbst im bärischen Fall noch angelaufen werden und einen Deckel bilden. Ein erneuter Abpraller würde wohl recht deutlich für neue Tiefpunkte unterhalb der letzten Wochentiefs sprechen, da nun auch der Verfall als unsichtbare Barriere wegfällt. Eine klares Unterschreiten der Zone um 9.750 könnte einen schnellen Abverkauf einleiten, welcher im neutralen Marktumfeld jedoch ebenso schnell einen Rettungsanker um 9.500 und nachfolgend um 9.350 finden könnte und die Seitwärtsrange damit nur etwas nach unten verlagert. Erst unterhalb der 9.300-er Marke droht ein großes Verkaufssignal und Ungemacht für die Märkte. Im dritten Chartbild habe ich euch den 60-Minutenchart angefügt, welcher die Seitwärtsrange natürlich auch aufzeigt, aber ebenso, dass es zuletzt auf der Oberseite der Bewegung keine Vorstösse mehr gab. Eine leichte Schwäche der Bullen?

In der neuen Woche könnte somit die 10.000 durchaus nochmal ein Ziel sein, aber ein erneuter Abpraller könnte ohne Unterstützung der Hexen diesmal etwas zu viel für diese Seitwärtsrange sein. Es deutet sich momentan kein größerer Abverkauf an, sondern eher eine Verlagerung der Seitwärtsbewegung in Richtung 9.500/9.350 (wichtig), wenn der Support um 9.750 fällt.

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Anbei noch der kurze Blick zum Dow Jones, wo es in der vergangenen Woche etwas mehr Bewegung gab. Die Nackenlinie der SKS-Formation und das 23,6-er Retracement wurden klar verletzt, aber konnten mit viel Mühe verteidigt werden. Im Wochenchart erkennen wir den Grund – der Dow drehte direkt am GD100 ab. Interessanterweise verläuft das mittlere Bollinger im Wochenchart genau um 17.050, wo im Tageschart der starke Support von GD100 und GD200 verlaufen. Durch die Verletzung des ersten Supports besteht nun die Gefahr, dass erneut Verkaufsdruck aufkommt und den Dow zügig auf die 17.000 drücken könnte. Der DAX könnte dies dann zum Anlass nehmen und seine Seitwärtsrange, wie erwähnt, nach unten erweitern. Oberhalb der 17.050 ist der Dow Jones jedoch gut gesichert und es könnte an dieser Marke bereits eine Stabilisierung einsetzen. Unterhalb der 17.000 droht ein größeres Verkaufssignal.

dow dowwoche

Der Wirtschaftskalender ist diesmal wieder etwas voller und es dürfte nicht an Impulsgebern fehlen. Momentan kann die Seitwärtsbewegung noch gehalten werden, aber es gibt erste Anzeichen, dass diese nach unten in Richtung Schlüsselunterstützungen erweitert werden könnte.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!

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Letztes Update am: 22. Mai 2016 @ 20:24

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