…das könnte man zumindest vom Markt meinen, wenn man die Volatilität der vergangenen Wochen anschaut. Der DAX tendierte in der Vorwoche erneut wieder mit einer sehr geringen Handelsspanne und der S&P500 hat gar vor über 110 Tagen seinen letzten -1%-Verlusttag erlebt. Weiterhin versucht der Markt nur positive Szenarien anzunehmen. Die erhofften gigantischen Konjunkturprogramme von Trump sind vollkommen vom Radar verschwunden – aber das wird bestimmt noch; so die fragile Hoffnung… Der Brexit nimmt in den nächsten 2 Wochen zusätzlich Konturen an. Vielleicht gibt es ja noch einen Rückzieher, oder zumindest keinen harten Brexit, so die weitläufige Markthoffnung… Die Realität deutet jedoch eher in Richtung Worst-Case-Szenario, was monatelange bewusst ausgeblendet wurde. Der VIX (Volatiltätsindex) auf Rekordtief spiegelt diese absolute Zuversicht und Sorglosigkeit nur zu gut dar. Signale bleiben vorerst Mangelware und könnten nach 100 Tage Trägheit durchaus auch mit der Brechstange in Reihe auftauchen. Bisher bleibt nur die Mahnung, dass Extreme am Markt von Sorglosigkeit bis hin zur großer Angst auf der anderen Seite, sehr häufig einen Kontraindikator darstellten. Die Nachrichtenlage ist in der neuen Woche jedoch eher dünn.

Schauen wir auf unsere Chartreihe, beginnend mit dem großen DAX Monatschart, wo es aufgrund der sehr geringen Schwankungsbreite weiterhin kaum nennenswerten Änderungen zu vermelden gibt. Weiterhin haben die Bullen oberhalb der 11.425 alle Vorteile in der Hand das Allzeithoch um 12.400 über die 12.220 kurzfristig zu erreichen. Unterhalb der 11.4 droht der Rücksetzer zur Ausbruchzone um 11.000/10.800. Das mittlere Bollingerband verläuft aktuell bei 10.580. In den nächsten Wochen & Monaten dürfte das m. Bollinger auch den Aufwärtstrend von 2009 tangieren. Kurse unterhalb dieser Zone würden das große Chartbild klar eintrüben und weitere Hochpunkte wären für Monate unwahrscheinlich (Bärenmarkt).

Der Test der 11.000-er Marke wäre für die Bullen als sehr sauber anzusehen und in meinen Augen recht wahrscheinlich. Bei tieferen Kursen dürfte jedoch schnell Unsicherheit in den Markt strömen.

Zoomen wir in den DAX Wochenchart, wo der Support um 11.920 verteidigt werden konnte. Der DAX hangelt sich damit weiter an der Oberkante Trendkanal entlang, ohne ein neues Signal zu erzeugen. Der Support um 11.920/.930 bildet auch in der kommenden Woche eine erste wichtige Unterstützung. Von dort könnte der DAX erneut eine neutrale Spanne bis knapp 12.120 einschlagen. Darüber gebe es Signale zur 12.220 und dann dem AZH. Allerdings sehe ich einen Ausbruch aus dem Trendkanal als eher unwahrscheinliches Szenario. Eine erste Eintrübung setzt es, wenn die 11.920 unterschritten wird. Unterhalb der 11.780 droht über .720/.660 zudem der Test des mittleren Bollingerbandes und der wichtigen Supportzone um 11.400. Unterhalb der 11.400 droht der Test der Ausbruchzone um 10.800/11.000.

Kurzum: Der DAX zwischen 11.920 & 12.120 neutral und weiter im Buy-the-Dips-Modus entlang der Trendlinie.

Blicken wir noch auf den Tageschart und den 60-Minutenchart, wo die genannten Marken & Zwischenmarken noch besser zu erkennen sind. Der DAX hangelt sich weiter an der Oberkante Trendkanal entlang ohne einen nachhaltigen Durchbruch zu erzielen. Das mittlere Bollinger befindet sich zum Wochenstart an die 11.975 und bilden mit einem steigenden Keil (primär bärische Formation) einen ersten wichtigen Support. Von dieser Marke kann der DAX weiter die deckelnde Trendlinie bis 12.120 testen. Darüber ist die Keilbegrenzung bei 12.220 zu nennen, welche durch einen horizontalen Widerstand verstärkt wird. Ein Ausbruch darüber – muss nicht nachhaltig sein – könnte einen kurzen Squeeze zum AZH auslösen. In meinen Augen momentan nicht das wahrscheinliche Szenario. Unterhalb des m. Bollinger bildet die .920 den nächsten wichtigen Support. Darunter wird die Unterstützungszone .780/.720 anvisiert und folgend der Bereich bis zur .480. Der GD100 läuft in der kommenden Woche an die 11.400 und wird diese wichtige Supportzone zusätzlich stützen. Der letzte Test des GD100 war im Dezember und wäre damit etwas überfällig. Unterhalb der 11.400 wäre ein weiteres Jahreshoch vorerst unwahrscheinlich und die Supportzone 10.800/11.000 im Fokus, wo dann auch der GD200 kombiniert mit der unteren Trendkanallinie stark stützen dürfte.

Mittelfristig wichtige Unterstützungen wären somit um 11.400 und 10.800/11.000 lokalisiert. Ein dynamischer Durchbruch durch diese Zonen wäre mit höchster Vorsicht zu genießen.

Vorerst bleibt jedoch die enge Spanne im steigenden Keil im Blickpunkt des müden Geschehens.

Im US-Markt gab es ebenso nur eine schwankungsarme Woche zu vermelden. Im Dow Jones Wochenchart deutet der MACD eine frühe bärische Divergenz an. Oberhalb der 20.880 könnte der Dow jedoch weiter im Buy-the-Dips-Modus direkt neue Hochs erklimmen. Unterhalb der 20.780 droht ein Doppeltop und eine vollendete Gipfelbildung. In dieser Zone bleiben aber auch noch bullische Konsolidierungsformationen möglich (fallender Keil). Insbesondere bei fehlender Abwärtsdynamik. Im Trading-Chat bleibt ihr aber auch tagsüber aktuell zu neuen Signalen informiert.

Übergeordnet wäre die Welt der Bullen aber selbst bei einem Rücksetzer knapp unter die 19.000 noch in Ordnung.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!

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