Die Börsen waren in der ganzen Woche im Bann der Griechenlandspekulationen. Allerletzte Fristen wurden immer wieder verschoben und eine Einigung, oder gar Annäherungen bleibt aus. Heute wurde kein Termin zur Entscheidungsfindung gesetzt (obwohl doch jede Minute zählt), sondern diese soll nun am Wochenende stattfinden, wenn die Finanzmärkte geschlossen sind. Sollen die Märkte schonend auf die anstehende Entscheidung vorbereitet werden? Sehr fraglich, ob dies ein positives Zeichen ist.

Der DAX hat sich in dieser Woche trotz der Unsicherheiten und hohen Volatilität stets im Rahmen bewegt und konnte den Trendkanal nicht verlassen. Ohne den Unsicherheitsfaktor Griechenland würde nun ein weiterer Rücksetzer auf dem Plan stehen. Aktuell bewegt man sich schon deutlich von der Trendlinie weg. Man befindet sich zusätzlich unterhalb vom GD100 und dem m. Bollingerband im Wochenchart. Die Unsicherheit vor dem Wochenende könnte heute die Anleger zusätzlich zu Gewinnmitnahmen zwingen und den DAX weiter drücken. Anlaufstellen wären nach der .350 weiterhin das m. Bollinger bei ca. .240 und die gebrochene Abwärtstrendlinie bei .100.

Die US-Börsen haben ihren Gipfel gestern bereits gefestigt. Weitere Verluste wahrscheinlich.

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Letztes Update am: 26. Jun 2015 @ 19:59

  • 19:50 Uhr
  • Am Ende konnten die Bullen diese Woche mit ordentlichen Zugewinn und viel Vorschusslorbeeren für das Finale um Griechenland abschließen. Einen Durchbruch konnten sie jedoch nicht vollziehen und so bleibt der Markt weiterhin im Abwärtstrendkanal, wo man sich so lange nach unten orientieren muss, bis eben dieser Kanal nachhaltig überwunden werden kann. Im Wochenchart sind erste Erholungstendenzen zu erkennen, aber auch hier blieb der DAX unterhalb des wichtigen Widerstands (m. Bollinger). Auch gibt es hier Ähnlichkeiten zu den letzten Erholungsbewegungen, die für keinen Durchbruch sorgen konnten.
  • Und Griechenland? Weiterhin kein Ergebnis, aber die finale Verhandlung (diesmal vielleicht wirklich) soll nun am Wochenende abgeschlossen werden. Es wäre sehr wünschenswert, damit der Markt mal wieder normalere Bewegungen aufnehmen kann. Der DAX hat die ganze Woche schon auf eine Einigung spekuliert. Momentan deuten aber so gut wie gar keine Fakten in eben diese Richtung. Auch ich vermute eher einen Plan B, denn auch bei Fristbruch wird es so schnell keinen Grexit geben. Die Unsicherheit könnte somit bestehen bleiben und das wäre dann auch ein schlechtes Zeichen für die Bullen. Aber es ist und bleibt eine Wundertüte, die man mit keinem Indikator der Welt durchleuchten kann – leider. 😉
  • Charttechnisch bleibt die Lage klar, wenn auch durch Griechenland gefährlich, da der DAX noch in relativer Nähe zur Trendlinie verläuft. Er schließt jedoch die Woche im Trendkanal. Unterhalb vom GD100 und unterhalb vom m. Bollinger im Wochenchart. Die Indikatoren schwächen sich auch schon langsam ab. Ebenso sind Ähnlichkeiten zu den letzten Hochpunkten zu erkennen. Es droht eine deutlich rote Woche, wenn das Griechenlanddrama nicht überzeugend gelöst werden kann.

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