Es wird spannend! Vermutlich erwarten uns heute und auch morgen die wichtigsten Börsentage des Jahres! Heute um 20 Uhr, wenn der Xetra-DAX schon längst schläft, gibt die FED ihren Zinsentscheid bekannt und dürfte damit heftige Reaktionen an den Finanzmärkten auslösen. Morgen zur Mittagszeit folgt zusätzlich der Große Verfallstermin (Hexensabbat). Erst danach wird man die übergeordnete Bewegung erkennen können. Diese Termine werden sehr oft stark bullisch gepusht. Das Zusammenspiel mit der FED am Abend kann daher für richtig Unruhe sorgen. Im besten Fall können die Märkte bis zum Freitag Mittag gehalten oder gar gepusht werden, aber wehe man kommt bereits am Donnerstag Abend kräftig unter Druck. Dann könnten sich große Marktteilnehmer zu Positionsschließungen oder Umschichtungen gezwungen sehen. Ein solches Szenario könnte dann dunkel-dunkel-rot enden.

Es kann ebenso durchaus sein, dass jede Entscheidung der FED negativ aufgenommen wird. Der eigentlich (Mini-)Zinsschritt, aber eben auch eine weitere Verzögerung, die die Glaubwürdigkeit der FED infrage stellen könnte. Die US-Märkte sind bereits sehr weit oben positioniert, da wäre selbst für ein Fake-Out nach oben gar nicht mehr so viel Luft. Wird hier nur ein Puffer aufgebaut, damit der Rutsch nicht zu drastisch ausfällt? Quasi ein Crash mit Ansage?! Eine gar bullische Trendwende ist in meinen Augen der unwahrscheinlichste Fall. Man muss ebenso anmerken, dass die aktuellen Chartbilder durch die Bewegung der letzten Wochen gar nicht mehr so in Richtung Doppelboden deuten, sondern eher nach einer Zwischenkonsolidierung. Eine 2. scharfe Abwärtswelle sollte man daher bei seinem Handeln an der Börse stets im Hinterkopf behalten und heute bzw. morgen besonders vorsichtig agieren.

Übergeordnet gilt weiterhin mein Wochenausblick. Ein erster wichtiger Widerstand auf der Oberseite ist die 10.520, aber auch heute/ morgen können durchaus verrückte Spikes im Markt auftreten. Eine weitere wichtige Begrenzung wäre nach der 10.400 und der 10.520 zwischen 10.650/750 auszumachen. Bei knapp 11.000 warten zudem GD200 & GD100, allerdings ist ein Anlaufen in diesem Bereich als eher unwahrscheinlich anzusehen. Auf der Unterseite bilden die 10.080/.100 weiterhin den ersten Support. Darunter folgt die 9.900 und die 9.800, welche bessere gehalten werden sollten, da sonst ein Test des letzten Zwischentiefs bei ca. 9.300 realistisch werden könnte.

Charttechnisch bleibt der Markt klar bärisch angeschlagen mit Tendenz zu einer 2. Abwärtswelle – vielleicht sogar einer sehr scharfen. Mal schauen was die Notenbank noch zu bieten hat.

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Letztes Update am: 17. Sep 2015 @ 09:59

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