In der vergangenen Woche gab es eine Reihe an guten Impulsgebern, aber trotzdem wollte der DAX keine großen Sprünge oder gar neue Signale wagen und schloss am Ende nahezu unverändert. In der nun kommenden Handelswoche werden sehr wenige Daten aus der Wirtschaft erwartet und zusätzlich steht die Feriensaison in den Startlöchern. Droht nun die absolute Lethargie an den Märkten, oder bildet genau diese Erwartungshaltung eine Gefahr?

In den Chartbildern hat sich durch den unveränderten Wochenschluss nicht sehr viel getan. Trotzdem schauen wir wieder auf unsere Chartreihe und beginnen mit dem großen DAX Monatschart, wo in 2 Wochen die Monatskerze Juni fertiggestellt wird. Auf aktuellem Niveau wäre dies sogar die 7. grüne Monatskerze in Folge. Die Ausbruchmarke 12.390 bleibt weiterhin die wichtige Marke für den weiteren Anstieg. Oberhalb bleibt der Chart vollkommen bullisch, könnte jeglicher Vernunft trotzen und weiter klar ansteigen. Kurse um 14.000 wären dann keine Illusion und könnten über der 12.390 ohne größere Korrektur erreicht werden. Ein zügiger Rutsch unter die 12.390 könnte hingegen das große Bild entscheidend eintrüben. Die 11.500/11.000/10.500 stellen auf der Unterseite übergeordnet wichtige bis sehr wichtige Reboundmarken dar. Das mittlere Bollingerband verläuft aktuell bei 10.960 und wurde in diesem Jahr noch gar nicht getestet. Der RSI läuft aktuell das 10-Jahreshoch im überkauften Bereich an.

DAX Monatschart

Zoomen wir weiter in den DAX Wochenchart, wo sich der DAX in einer engen, leicht aufwärts gerichteten Seitwärtsrange eingerichtet hat. Auffällig bleibt die stets aufkommende Schwäche in der Region .850/.870, welche gerne direkt und schnell bis zum nächsten übergeordneten Support abverkauft wurde. Auf der Unterseite setzte dann aber stets der “Buy-the-Dips”-Modus (oben verkaufen und ersten größeren Rücksetzer wieder einkaufen) ein. Bullen und Bären verharren damit im Stillstand und der ausgebildete Wochen-Doji passte nur zu perfekt ins Bild. Die aufkommende impulsgeberarme Ferienzeit könnte diesen Trend nun noch bestärken.

Das mittlere Bollingerband verläuft in der kommenden Woche knapp oberhalb 12.300 und unterstützt bald die wichtige Supportzone zum 12.390. Das m. Bollinger wurde in diesem Jahr noch nicht getestet. Diese große Zeitspanne ist im Wochenchart durchaus eine auffällige Seltenheit! Ein Test könnte abgewartet werden, bis das Band die Ausbruchzone um 12.390 erreicht hat.

Erste mögliche Range in der kommenden Woche: .850/.870 > ca. .730/.700. Darunter folgen eine Reihe an kleinen horizontale Unterstützungen (.660/.640/.580/.530). Oberhalb der .850/.870 wäre über die .920 auch ein Angriff auf die 13k möglich, welcher dann vermutlich wieder schnell Richtung .800 abverkauft wird.

Ohne große Überraschung an den Märkten wird der aktuelle Modus wohl beibehalten werden bzw. könnte sogar noch verschärft werden.

DAX Wochenchart

Im Tageschart (Future & Xetra) erkennen wir weiterhin das große offene Macron-Gap knapp unterhalb der 12.100. Sämtliche Gaps 2017 wurden bisher immer geschlossen (blau eingekreist im 2. Chartbild). Das Macron-Gap verläuft jedoch bis 12.090 und damit klar unterhalb der Ausbruchzone von 12.390. Vermutlich der Grund warum es noch offen ist. Die Schließung der Ausbruchlücke wäre ein Warnsignal für die Bullen.

Ansonsten erkennen wir im Tageschart die genannten Marken aus dem Wochenchart. Das mittlere Bollingerband pendelt in der kommenden Woche weiter zwischen 12.700 & 12.720 und wird wohl erneut den ersten wichtigen Support darstellen. Der GD38 wird diesen Support nun zusätzlich stützen.

Der GD100 (12.260) und der GD200 (11.600) wurden in diesem Jahr ebenso noch nicht getestet. Auch dieser Zeitrahmen ist mittlerweile eine Auffälligkeit! In diesem Zeitfenster erfolgte in den letzten 10 Jahren stets ein Rücklauf an genau diese Tageslinien.

Weitere interessante Auffälligkeit: Die bullische Bewegung im steigenden Keil (3. Chartbild) wird von einem abnehmenden Volumen begleitet. Es mahnt ebenso zur Vorsicht. Die Warnsignale werden somit nicht weniger. Es fehlen jedoch die Verkaufssignale und ohne diese geht es eben Stück für Stück nach oben.

Im 2. Chartbild erkennen wir im Xetra-DAX zusätzlich einen kleinen steigenden Keil, welcher in der kommenden Woche den DAX in eine stets enger werdende Range von .700 zur .950 spannen könnte. Unterhalb der .700 könnte es erneut knapp unter die .600 gehen und das Chartbild würde etwas eintrüben. Die Bullen müssten dort spätestens wieder ansetzen, ansonsten werden neue direkte Hochpunkte unwahrscheinlich und ein Test der übergeordneten Ausbruchmarke von 12.390 wahrscheinlich.

DAX Tageschart – Future
DAX Tageschart – Xetra
DAX Tageschart (groß) – Xetra

Anbei auch noch der DAX 60-Minutenchart, wo die untergeordneten Marken besser zu erkennen sind.

DAX 60-Minutenchart

Der Dow Jones befindet sich weiter im sehr engen Buy-the-Dips Modus. Der Abverkauf an der Nasdaq konnte dank Umschichtungen gekonnt ignoriert werden. Zum Wochenstart bildet die .300 den ersten Support und die .440 den ersten Widerstand. Wie im ersten Chartbild zu erkennen dürfte die Range wandernd nach oben erweitert werden. Zum Wochenschluss wäre nach diesem Muster auch die .500 möglich.

Übergeordnet würde sich das charttechnische Bild unter der .175 etwas eintrüben.

Das aktuelle lethargische Bild kann jedoch sehr trügerisch sein. Der Flashcrash bei der Nasdaq hatte  auch recht deutlich aufgezeigt, dass wir uns von der sehr engen Spanne nicht blenden lassen dürfen. Bei einem richtigen Signal wird es schnell an die wichtigen und übergeordneten Marken (GD100/200, Wochenchartbegrenzungen) gehen.

Dow Jones 60-Minutenchart
Dow Jones Tageschart

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue und wichtige Handelswoche!

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