Der DAX bleibt gefangen; gefangen in seiner engen Seitwärtsrange, die er seit August standhaft hält. Im vergangenen Wochenausblick hatte ich bereits eine eher dünne und langweilige Handelswoche prognositiziert, da der DAX durch die Positionierungen zum Kleinen Verfallstag in einer engen Spanne gefangen war und es auch blieb. Anzumerken bleibt, dass nach dem Verfall, Freitag 13 Uhr, kein bullischer Angriff gestartet werden konnte! Die Marktteilnehmer bleiben unentschlossen und vorsichtig. Wir sollten uns daran ein gutes Beispiel nehmen, zumindest bis neue Signale gerneriert werden. Die Saisonalität würde für eine Attacke über die 10.850 sprechen, aber selbst das könnte wieder nur ein Fehlausbruch darstellen – wie so häufig in letzter Zeit – und die Marktteilnehmer in eine Falle locken. Gefahren und Unsicherheiten auf der Unterseite gibt es wahrlich auch mehr als ausreichend, aber vielleicht können diese bis zum Jahresabschluss noch verschleiert werden.

Man täte wohl gut daran sich nicht vorzeitig für eine Richtung zu entscheiden, sondern mit keinen Positionen kurzfristige Marktextreme zu handeln bis neue Signale erzeugt werden. Ein Ausbruch auf der Ober- oder Unterseite kann momentan einfach nicht seriös hergeleitet werden. Manchmal sollte sich ein Trader daher in Geduld üben, was gar nicht so einfach sein kann. 🙂

Blicken wir auf unsere Chartreihe, wo sich durch die “Status-Quo-Woche” keine nennenswerten Veränderungen ergeben haben.

Im großen DAX Monatschart bleibt der DAX um 10.850 gedeckelt. Bisher konnten 4 Monatskerzen nicht für einen Durchbruch sorgen. So langsam wird es Zeit für eine Entscheidung… Ein Rücksetzer in Richtung 2009-er Aufwärtstrend um 9.800 konnte bisher nicht ganz abgearbeitet werden. Das mittlere Bollingerband verläuft bei 10.500 und stellt mit diversen Unterstützungen eine relevante Marke für die kommende Woche dar. Der GD38 verläuft 10.190 und stellt die untere Begrenzung der aktuellen Seitwärtsrange.

monat

Zoomen wir weiter in den DAX Wochenchart, wo wir die kleine unsichere Kerze aus der Vorwoche sehr gut erkennen. Die Zone um 10.850 bleibt der wichtige Widerstand, welcher bei Bruch schnell Ziele um 11.000/.100 ermöglichen könnte. Es besteht jedoch eine erhöhte Gefahr für Fehlausbrüche! Unterhalb der 10.850 bleibt der GD100 um 10.550 ein erstes wichtiges Anlaufziel in der kommenden Woche. Bei 10.450 verläuft das mittlere Bollingerband. Es wäre die letzte Haltemarke vor der 10.200. Der GD200 verläuft bei 9.750 auf Ebene des 2009-er Aufwärtstrends.

Sehr auffällig bleibt weiterhin der flache Widerstand um 10.850. Selten wird mit einem solchen Gebilde ein Gipfel dargestellt. Durch die Saisonalität und die Hoffnung auf eine Jahresendrally sollte ein (kurzes) Überschreiten der Marke weiter eingeplant werden!

woche

Es folgt der Blick zum Tageschart (Future und Xetra) und 60-Minutenchart, wo die Seitwärtsrange weiterhin verteidigt wird. Oberhalb der 10.850 wird die Tür Richtung 11.100 geöffnet. Unterhalb der oberen Begrenzung bildet das mittlere Bollingerband um 10.610 die erste relevante Marke. Darunter könnten zügig die .440 und .300 angelaufen werden. Bei knapp 10.200 wäre die wichtige untere Begrenzung der Seitwärtsrange zu finden. Im 60-Minutenchart zeichnet sich seit 10 Tagen ein waagerechtes Dreieck ab.

Oberhalb der .550/.600 bestehen weiterhin direkte Aufstiegschancen über die .850. Bei tieferen Notierungen könnte die Seitwärtsrange auf der Unterseite wieder voll durchlaufen werden.

dax1 xetradaxkurz

Blicken wir noch kurz zum US-Markt. Der Dow Jones beende die Woche in eher abwartender Range. Warten auf einen weiteren Sprung? Der Dow Jones Wochenchart deutet jedoch eher einen steigenden Keil und die letzten Wochenkerze eine Gipfelbildung an.

dow dowwoche

Bei der Nasdaq bleibt eine volatile Seitwärtsbewegung um 4.850 in den Jahresabschluss hinein klar ein Thema.

nasdaq

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Handelswoche. Am Mittwoch wird das FED Protokoll veröffentlich. Donnerstag folgt der ifo-Geschäftsklimaindex.

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