In der vergangenen Woche mussten die US-Börsen im Gegensatz zum DAX mit stärkeren Abschlägen den Handel schließen. Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass Trump die großspurigen Versprechen nicht halten kann und wird. In den Fokus werden nun das US-Schuldenlimit rücken und gleichzeitig die Steuerpläne von Trump, welche natürlich “gigantisch” und “fantastisch” ausfallen werden. Ein deutlich dickerer Brocken, als die gescheiterte Gesundheitsreform. Der S&P500 hat mit einem KGV von 18,4 den höchsten Wert seit 1978 erreicht. Nur zur Tech-Blase war der Wert kurzzeitig höher. Der US-Markt ist somit wahrlich nicht mehr günstig; vielleicht auch ein Grund, warum sich der DAX in der vergangenen Woche klar besser halten konnte. Eine Korrektur im US-Markt könnte unser Leitindex nun wohl besser verkraften. Die Wahlen in Frankreich und der in der kommenden Woche startende BREXIT-Prozess könnten aber als Störfeuer die Kurse beeinflussen.

Schauen wir auf unsere Chartreihe, beginnend mit dem großen DAX Monatschart, wo in der kommenden Woche die Monatskerze März fertiggestellt wird. Der Quartalsschluss könnte traditionell auch zum Window-Dressing genutzt werden und den DAX damit stützen. Weiterhin haben die Bullen oberhalb der 11.400/.500 alle Vorteile in der Hand das Allzeithoch um 12.400 über die 12.220 kurzfristig zu erreichen. Unterhalb der 11.4 droht der Rücksetzer zur Ausbruchzone um 11.000/10.800. Das mittlere Bollingerband verläuft aktuell bei 10.585. In den nächsten Wochen & Monaten dürfte das m. Bollinger auch den Aufwärtstrend von 2009 tangieren und einen starken Support bilden. Kurse unterhalb dieser Zone würden das große Chartbild klar eintrüben und weitere Hochpunkte wären für Monate unwahrscheinlich (Bärenmarkt).

Ein Monatsschluss oberhalb des AZH wäre bullisch zu werten. Ein klarer Schluss darunter könnte für ein waagerechtes Dreieck, oder gar Doppeltop im DAX sprechen. Ein Test der Ausbruchregion um 10.800/11.000 wäre im kleinen Zeitfenster dann weiter wahrscheinlich.

Zoomen wir in den DAX Wochenchart, wo der DAX nahezu unverändert die Woche beenden musste. Die letzten beiden Wochenkerzen wurden zwar unterschritten, aber ein Verkaufssignal konnte auf Wochensicht aufgekauft & verhindert werden. Der DAX hangelt sich damit weiter an der Oberkante Trendkanal entlang, ohne ein neues Signal zu erzeugen. Der Support um 11.920 bildet in der kommenden Woche wieder eine erste wichtige Unterstützung. Von dort könnte der DAX erneut eine neutrale Spanne über die 12.120 bis knapp 12.170 einschlagen. Darüber gebe es Signale zur 12.220 und dann dem AZH. Allerdings dürfte die Oberkante Trendkanal weiter sehr deckelnd wirken. Eine erste Eintrübung setzt es, wenn die 11.920 unterschritten wird. Unterhalb der 11.780 droht über .720/.660 zudem der Test des mittleren Bollingerbandes und der wichtigen Supportzone um 11.500. Unterhalb der 11.425/.500 droht der Test der Ausbruchzone um 10.800/11.000.

Kurzum: Der DAX zwischen 11.920 & 12.120/.170 neutral und weiter im Buy-the-Dips-Modus entlang der Trendlinie.

Blicken wir noch auf den Tageschart und den 60-Minutenchart, wo die genannten Marken & Zwischenmarken noch besser zu erkennen sind. Der DAX hangelt sich weiter an der Oberkante Trendkanal entlang ohne einen nachhaltigen Durchbruch zu erzielen. Der untergeordnete steigende Keil wurde in der vergangenen Woche nach unten verlassen und hätte eigentlich ein rechnerischen Ziel um 11.500. Das Aufkaufen zum Wochenschluss führte jedoch nicht zurück in den Keil und somit bleiben die tiefere Ziele auch noch direkt möglich. Die untere Keilbegrenzung (aktuell knapp 12.120) dürfte somit einen ersten wichtigen Widerstand darstellen. Auf der Unterseite ist das mittlere Bollingerband um knapp 12.000 als erste Untersützung zu nennen. Darunter die bereits erwähnte 11.920. Falls der DAX in den Keil zurückwandert, würde um 12.170 bereits die Oberkante Trendkanal einen nächsten Widerstand bilden. Darüber wartet um 12.220 ein horizontaler Widerstand. Der Weg nach oben ist somit ziemlich verbaut. Ohne neue Verkaufssignale dürfte der DAX abermals eine enge Spanne an der Oberkante Trendkanal halten. Der GD100 läuft in der kommenden Woche an die 11.480 und wird diese wichtige Supportzone zusätzlich stützen. Der letzte Test des GD100 war im Dezember und wäre damit auch mal wieder fällig. Ein dynamisches Unterschreiten des GD100 dürfte die Supportzone 10.800/11.000 in den Fokus rücken, wo dann auch der GD200 kombiniert mit der unteren Trendkanallinie stark stützen würde. Innerhalb des Trendkanals bleibt der Test der unteren Begrenzung mittelfristig sehr wahrscheinlich.

Im US-Markt gab es den stärksten Rücksetzer in 2017 zu vermelden. Im Dow Jones Wochenchart deutete der MACD im letzten Wochenausblick eine frühe bärische Divergenz an, welche nun eine Bestätigung gefunden hat. Im US-Markt gibt es damit erste starke Signale für eine Gipfelbildung. Tiefere Kurse um 20.380/.320 werden unterhalb der 20.780 wahrscheinlich. Darunter folgt die Zone 20.130, wo der GD100 bald einen wichtigen Test erfahren dürfte. Oberhalb der 20.780 hellt sich hingegen die Lage für die Bullen wieder auf und eine Seitwärtsbewegung wird wahrscheinlicher.

Übergeordnet wäre die Welt der Bullen aber selbst bei einem Rücksetzer knapp unter die 19.000 noch vollkommen in Ordnung. Die starke Zuversicht (Soft-Data) dürfte durch aufkommende politische Unsicherheit bald eine stärkere Eintrübung erfahren.

In der kommenden Woche stehen einige wichtige Termine auf der Agenda. Politische Unsicherheit durch Trump; Fokus bald auf das Schuldenlimit. Morgen der ifo-Index für Deutschland, Dienstag das US-Verbrauchervertrauen (Soft-Data bereits vor Eintrübung?), Donnerstag Inflation Deutschland, Wirtschaftsdaten aus der Eurozone und das endgültige BIP Q4 der USA. Freitag viele Daten aus Asien und die Inflationsprognose für die Eurozone. Und der Brexit wird natürlich auch noch eingeleitet. Das alles umgarnt mit dem Window-Dressing zum Quartalsende…. Es wird also ausreichend geboten. 😉

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!

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