Der DAX tänzelt seit Wochen unsicher um die charttechnischen Widerstände herum, ohne sich jedoch zu neuen Signalen verleiten zu lassen. Der Monatsabschluss erfolgte daher konsequent als Doji und damit nahezu auf unverändertem Niveau. Weiß zumindest der April, was er will?

Blicken wir auf unsere Chartreihe, beginnend beim Big Picture im DAX Monatschart (jede Kerze stellt einen Monat dar), wo der DAX den Hausse-Aufwärtstrend von 2009 nach unten verlassen hat und seitdem den Bullenmarkt korrigiert. Der DAX konnte sich im März nicht von der fallenden Nackenlinie lösen und schloss den Monat nahezu unverändert als Doji. Der Bereich 11.150/.250 stellt auf Monatssicht den ersten Support dar, gefolgt von der 11k (horizontale Begrenzungen). Darunter dürfte eine Beschleunigung Richtung 10.8. (u. Bollingerband) einsetzen. Oberhalb der .470/.550 bzw. bei einer Stabilisierung oberhalb, dürften der GD38 bei .660 und das Retracement bei .730 im April erste Widerstände darstellen. Darüber können die Bullen weiter hoffen Akzente zur .850/.900 zu setzen.

Der März-Doji könnte einen Hinweis liefern, dass die Dynamik der bullischen Bewegung aus dem 1.Quartal nun herausgenommen wird, oder vielleicht sogar – spätestens bei Abprallern am GD38 – einen Umkehrpunkt darstellt.

DAX Monatschart

Zoomen wir weiter in den DAX Wochenchart, wo nach Test der Supportzone 10.2/10.8 eine starke Erholungsbewegung Richtung Nackenlinie der SKS-Formation einsetzte. An diesem Widerstand mühte sich der DAX den kompletten März, ohne sich für eine Richtung zu entscheiden.

Die erste relevante Marke dürfte das Vorwochenhoch bei .550 darstellen. Oberhalb wäre die .600/.640 & .720 als Widerstände zu nennen. Die nächste größere Widerstandszone stellen ema100 bei knapp .800, die horizontale Begrenzung .850 und das Retracement knapp unterhalb der .900 dar. Die Bullen könnten bei positivem Start jedoch schon am GD38 (.620 fallend) auf größere Probleme treffen. Ein Start innerhalb der Vorwochenkerze (unter der .550) könnte sogar eine Insideweek andeuten. Der sma200 bei .470 stellt einen ersten wichtigen Support dar, darunter folgt der ema200 bei .350, die .300 und das Vorwochentief bei .255. Unterhalb wäre ein Anlaufen des m. Bollinger bei .175 zu erwarten.

Kurzum: Der agiert richtungslos und wartet auf einen neuen Ausbruchsversuch. Oberhalb der .470 wäre eine erste Spanne über die .550 zur .620 zu erwarten. Unterhalb hält die Spanne der Vorwoche zur .350/.300/.255. Der Bruch des m. Bollinger könnte für neue Abwärtsdynamik sorgen.

DAX Wochenchart

Blicken wir abschließend noch auf das kleinere Chartbild im DAX Tageschart (Future & Xetra), wo jede Kerze einen Tag darstellt und die Zwischenmarken besser zu erkennen sind. Das mittlere Bollingerband (.530 Future – .540 Xetra) konnte am Freitag nach mehreren Versuchen angelaufen werden und dürfte in der kommenden Woche eine erste Entscheidungszone darstellen.

Oberhalb wäre eine erste Spanne zur .600 (ema200 Future) und .640 (sma200 Future/ ema200 Xetra) zu erwarten. Ein Abpraller wäre an diesen Widerständen durchaus wahrscheinlich. Bei einem Durchbruch wäre jedoch die .720 als nächster Widerstand zu nennen.

Unterhalb des m. Bollinger folgt eine erste Spanne zur .470 und dem 23,6-er Retracement bei .440, gefolgt vom ema100 bei .400/.380. Darunter könnte das Vorwochentief wieder anvisiert werden und eine bärische Formation würde so langsam Gestalt annehmen…

DAX Tageschart – Future
DAX Tageschart – Xetra

Diese erwähnte bärische Formation wäre eine SKS-Umkehrformation, welche sich seit Ende Februar andeutet. Können die Bären diese aufgreifen? Interessant ist in diesem Zusammenhang Zeit und Ort des Auftretens. Die rechte Schulter befindet sich direkt an der Unterkante des gebrochenen Aufwärtstrend und die komplette Formation wird direkt an einer übergeordneten und wichtigen Widerstandszone ausgebildet. Der entscheidende Richtungsimpuls könnte sich hier abzeichnen.

DAX Tageschart mit einer SKS?

Der Marktüberblick im Video:

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Handelswoche.

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