Einen seriösen Wochenausblick kann man aufgrund der aktuellen Ereignisse um Griechenland eigentlich nicht erstellen. Ich hatte in der vergangenen Woche schon spekuliert, dass eine Einigung am Wochenende eher unwahrscheinlich ist. Dafür stehen die Meinungen einfach viel zu weit auseinander. Mittlerweile spricht sogar deutlich mehr für eine Eskalation, anstatt einer vorübergehenden kurzfristigen Lösung. Gestern hätte ich vielleicht noch Verhandlungskalkül hineininterpretieren können, aber nach der letztem Sitzung im griechischen Parlament, wo offen von einer “Kriegserklärung” gesprochen wird, kann ich mir nur schwerlich eine kurzfristige Lösung/ Kompromiss vorstellen.

Charttechnisch bleibt die Lage – wie mehrfach bereits erwähnt – im Swingmodus klar bärisch. Der DAX schloss am Freitag im Abwärtstrendkanal, unterhalb vom GD100 und dem mittleren Bollinger im Wochenchart. Es kann sehr gut sein, dass der DAX in der vergangenen Woche nur ein kleineres Sicherheitspolster aufgebaut hat. Er wusste anscheinend schon was passieren wird… 😉 Die ersten DAX-Sonntagsindikationen einiger Broker sprechen für einen deutlichen Abschlag. Teilweise wird er bereits unter der 11.000 gehandelt. Alle Augen werden nun auf die EZB gerichtet sein. Falls diese die ELA-Notkredite einstellt und es heute keine Annäherung zwischen den Parteien gibt, wäre morgen durchaus auch mit einer Verkaufspanik zu rechnen.

Die große Unbekannte in der neuen Woche wird somit leider weiterhin Griechenland bleiben. Die Lage hat sich sehr gefährlich zugespitzt, aber wie so oft in Europa findet man auch in großen Krisen neue Lösungsansätze. Der aktuelle verbale Aufrüstung spricht momentan jedoch eher für ein Worst Case Szenario….

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Letztes Update am: 29. Jun 2015 @ 19:10

  • 09:05 Uhr
  • Der DAX startet heftig im Minus und hält sich – Dank des Sicherheitspuffers von letzter Woche – noch im Abwärtstrendkanal. Allerdings bewegt sich der deutsche Leitindex wieder unterhalb der kürzlich gebrochenen kleinen Trendlinie knapp unterhalb der 11.030. Diese Marke stellt den ersten Widerstand für die Bullen dar.  Falls sie diesen Bereich zurückerobern können, könnte eine kleine Stabilisierung möglich werden. Bleibt man darunter drohen weitere Abverkäufe in Richtung Verlaufstief bei 10.800. Darunter warten die 10.600 (Unterkante Trendkanal, GD200) , welche dringend gehalten werden müsste. Falls es dann nochmal tiefer geht, ruft bereits die Ausbruchzone bei 10.100
  • 19:00 Uhr
  • Das war also der erste Tag nach dem “Griechenlandbeben”. Es gab große und heftige Schwankungen, aber Dank der letzten Woche, wo der DAX augenscheinlich ein Sicherheitspuffer aufgebaut hat, fehlen noch die großen Verkaufssignale. Er bewegt sich weiterhin voll im Abwärtstrendkanal. Am heutigen Tag wurde das m. Bollinger wieder klar geschnitten, man tauchte erneut in den alten Abwärtstrend und die Indikatoren haben ein neues Verkaufssignal generiert. Das Anlaufen der Kanalunterseite bei knapp 10.600 (dort verläuft auch der GD200) erscheint fast nur als Formsache. Die Bären bestimmen kurz- bis mittelfristig das Geschehen. Großer Unsicherheitsfaktor bleibt leider Griechenland.
  • Morgen ist zudem noch der Monatsabschluss. Aktuell steht im DAX-Monatschart ein Verkaufssignal. Wird es morgen bestätigt? Es wäre in meinen Augen ein sehr ernstes Warnsignal!
  • 19:10 Uhr
  • Ich habe im übrigen ein Wikifolio erstellt und versuche dort mit Zertifikaten meine Trading-Strategie umzusetzen. Es freut sich bestimmt über ein paar unverbindliche Vormerkungen. 🙂
  • http://www.wikifolio.com/de/DAXLOVE

dax60 daxtag

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