Das Schreiben der Wochenausblicke wird zurzeit etwas monoton, denn der DAX konnte auch in der vergangenen Woche keine neuen Signale erzeugen und verharrt in der Handelsspanne der Vorwochen. Die kommende Woche könnte zumindest spannender werden, da sehr viele Impulse zu erwarten sind. Neben der Berichtssaison, die zunehmend an Fahrt aufnimmt, erwarten uns wichtige Wirtschaftsdaten aus Asien (China BIP), USA & der Eurozone. Am Donnerstag wird sich Draghi nach der EZB-Ratssitzung wieder kritischen Fragen stellen müssen. Kann Draghi weitere geldpolitische Maßnahmen andeuten, oder gar verkünden? Den Abschluss bildet am Freitag der Kleine Verfallstag. Der Blick auf die Positionierungen an den Terminbörsen spricht momentan für eine weitere Seitwärtsbewegung. In einem halbweigs neutralen Umfeld sollten Kurse oberhalb 10.700 und unterhalb der 10.200 als unwahrscheinlich angesehen werden. Eine Gefahr stellen aber sicherlich erneut die viele Impulse dar und die starken Positionierungen an wichtigen Kursmarken. Falls durch die Nachrichtenlage diese Kursebereiche tangiert werden, könnten die Stillhalter dazu “genötigt” werden, ihre Positionen abzusichern und damit die gestartete Kursbewegung stark beschleunigen.

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Blicken wir wieder auf unsere Chartreihe, wo es wie erwähnt kaum nennenswerte Veränderungen gab.

Wir erkennen im Monatschart, dass der DAX nun bereits 2-mal an der alten oberen 9-jährigen Trendbegrenzung abgeprallt ist und seit dem am mittleren Bollingerband um aktuell 10.550 vorsichtig agiert. Die DAX-Bullen benötigen also dringend ein neues Jahreshoch und am besten noch den Sprung über die alte Trendlinie, um den Weg für eine weitere Rally (Jahresendrally) freizuschaufeln. Ansonsten droht übergeordnet der Weg zur unteren Begrenzung, welcher nochmals für klare Kurse unter der 10.000 sorgen dürfte. Zwischenziel Retracement um 10.100.

monat monat2

Im DAX Wochenchart konnte nur eine neutrale Wochenkerze ausgebildet werden, welche durch einen Schlusskurs nah am GD100 (10.510) & 50-er Retracement bei knapp 10.550 untermauert wird. Ein Start oberhalb dieser Zone könnte nochmals für Kurse Richtung .650 und .700 sorgen. Unterhalb der 10.600 bleibt das in der vergangenen Woche angesprochene saubere Ziel um 10.250 die untere Zielmarke auf Wochensicht. Darunter wäre das Retracement um 10.100 als weitere wichtige Marke zu nennen. Bei 9.680 verläuft aktuell der GD200, welcher bald die 2009-er Aufwärtstrendlinie schneiden dürfte. Ohne einen neuen Hochpunkt könnte genau diese Zone übergeordnet angesteuert werden.

Oberhalb der .750 und natürlich der .800 hellt sich das Bild für die Bullen auf. Die Notierungen an der Terminbörse sprechen gegen dieses Szenario.

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Zoomen wir weiter in den Tageschart und 60-Minutenchart, wo sich der DAX nach dem Ausbruch über den Abwärtstrend weiterhin nicht absetzen konnte, sondern atypisch seitwärts stagniert. Auffällig sind auch die fallenden Hochpunkte seit August. Freunde der Bullen könnten in dieser Bewegung eine bullische Flagge hineininterpretieren, wobei dieser direkt an der Ausbruchzone sehr atypisch lokalisiert wäre.

Wichtige horizontale Widerstände sind bei .650/.700 & .750 zu finden. Darüber würde sich das Bild aufhellen. Das mittlere Bollinger verläuft bei 10.500 und bilde eine erste wichtige Unterstützungszone. Erwähnenswert wäre auch der Aufwärtstrend von Juni, welcher knapp unter der 10.400 verläuft und wo sich der DAX bisher nicht mehr absetzen konnte. Darunter wäre der Weg zur 10.250/.260 frei, wo der GD100 und der alte Abwärtstrend verlaufen. Das potentielle untere Wochenziel. Kurse unterhalb wären mit großer Vorsicht zu genießen, da sie im Kontrast zu den Positionierungen an den Terminen stehen und damit zu einen verstärkten Abverkauf führen könnten. Das Retracement bei 10.100 und der GD200 bei 10.020 wären als weitere wichtige Marken zu nennen. Das Chartbild wäre dann aber schon deutlich eingetrübt.

Die denkbare Wochenrange wäre in meinen Augen daher bei 10.600 zu 10.250 lokalisiert. Auf der Oberseite könnte die Range signallos bis .750 erweitert werden.

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Die US-Börsen mussten die vergangene Woche mit leichten Verlusten beenden. Der Dow Jones verließ seine Dreiecksformation und testete nun den GD100 und das mittlere Bollingerband bei 18.210 von der Unterseite. Kann diese Zone nun bereits als Widerstand fungieren? Dann wäre eine Wochenrange von 18.210 über 18.060 zu 17.860 denkbar. Der GD200 verläuft aktuell bei 17.650.

Ein ähnliches Bild zeigt auch die Nasdaq, welche am Freitag nur eine Reboundbewegung zur kürzlich gebrochenen Trendlinie absolvierte.

dow nasdaq

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Handelswoche.

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