In der neuen Woche erwartet uns der Monatsschluss April. Begleitet wird dieser ausgerechnet von einer ganzen Reihe an starken Impulsgebern für die Märkte. Neben der Bilanzsaison stehen gleich eine Reihe an Wirtschaftsmeldungen (ifo, Konsumklima…) auf dem wöchentlichen Terminplan. Außerdem muss eine Lösung für die US-Schuldengrenze gefunden werden und gleichzeitig (wohl Mittwoch) möchte Trump die “größten Steuersenkungen” der US-Geschichte präsentieren. In den vergangenen Wochen hatte er für seinen “phänomenalen” TAX-Plan keinen Superlativ ausgelassen. Noch ein Desaster, wie bei Trumpcare, könnte ihn nach 100 Tagen im Amt politisch bereits ruinieren. Das wird sehr spannend und eine Zitterpartie für die Märkte. Den passenden Einstieg in die Woche bietet am Montag das Wahlergebnis in Frankreich.

Schauen wir wieder auf unsere Chartreihe, beginnend mit dem großen DAX Monatschart, wo in der kommenden Woche die Monatskerze April fertiggestellt wird. Das Allzeithoch (AZH) konnte weiterhin nicht überwunden werden und ein Schluss unterhalb könnten die Bären als Einladung in die saisonal schwache Zeit sehen (“Sell in May and go away, but remember to come back in September.”). Eine erste relevante Widerstandszone bleibt zwischen 12.030 und 11.850. Darunter wäre ein direkte Angriff auf das AZH vorerst unwahrscheinlich. Die 11.400/.500 stellt weiterhin das Tor zur Ausbruchzone um 11.000 dar, welche bisher weiterhin keinen Test erfahren hat und somit übergeordnet weiter eine lukrative Anlaufstation darstellt. Das mittlere Bollingerband verläuft aktuell um 10.700. Oberhalb der 12k wäre auch durchaus ein Doji als Monatskerze möglich. Dann würde der DAX den Monat um 12.300 schließen. Bullisch wäre ein Monatsschluss mit klarem AZH. Unterhalb geht es im Zweifel Schritt für Schritt Richtung Ausbruchzone um 11k.

Zoomen wir in den Wochenchart, wo der DAX den erwarteten neuen Tiefpunkt nah an der 11.930 ausgebildet hat. Dies war nun die dritte rote Wochenkerze in Folge und gab es seit Juni 2016 nicht mehr. Zusätzlich wurde der Aufwärtstrend von November verlassen und der RSI trübt sich erstmals seit Monaten wieder ein. Im Wochenchart ist der DAX somit leicht angeschlagen, aber oberhalb der Zone 11.800/.850 kann diese Bewegung noch als normale Konsolidierung angesehen werden.

Die neue Wochenprognose ist durch die Wahl in Frankreich (Sonntag) leider durch eine erhöhte Unsicherheit geprägt. Bei positivem Ausgang dürfte um 12.030/.050 bereits ein Support etabliert sein und ein Retest der Trendlinie um 12.350 wäre anzunehmen. In dieser Zone könnte der DAX auf Monatssicht aber trotzdem seinen Doji ausbilden und für die Bullen wäre noch nichts gewonnen. Sie bräuchten im Best-Case das AZH in den Monatsschluss. Bei negativem Wahlausgang dürfte der Support um 11.930 sofort unter Druck geraten und ein Test der 11.800/.850 wäre sehr wahrscheinlich. Die Bullen müssen diese Marke verteidigen, ansonsten starten die Bären ordentlich gestärkt in den Mai. Der Wochenverlauf wird, wie bereits erwähnt, jedoch eine Vielzahl an Impulsgeber bereithalten.

Die erste relevante Zone wird somit die 12.030/.050 darstellen. Oberhalb wäre eine Attacke Richtung 12.350 denkbar. Unterhalb wartet die 11.930 und folgend die 11.850/.800. Der erste wichtige Impulsgeber wird Frankreich.

Blicken wir noch auf den Tageschart und den 60-Minutenchart, wo die genannte Spanne mit den Zwischenmarken noch besser zu erkennen ist. Im Tageschart verläuft um 12.155 aktuell noch das mittlere Bollingerband, welches mit der Trendbegrenzung von Anfang Februar einen ersten Widerstand bildet. Ebenso erkennen wir im M60 noch einen fallenden Trendkanal, welcher oberhalb der 12.100 bullisch aufgelöst wird und unterhalb der 11.900 bärisch. Oberhalb des m. Bollinger wäre der bereits erwähnte Lauf Richtung 12.350 einzuplanen. Unterhalb der 12.050 dürfte ein erneutes Anlaufen der Supportzone um 11.930 anstehen. Knapp oberhalb der 11.800 verlaufen eine Vielzahl an Unterstützungen (Retracement, Trendlinie, GD100, m. Bollinger Wochenchart). Diese Marke müssen die Bullen im Worst Case unbedingt verteidigen.

Blicken wir noch zum US-Markt, wo der Dow Jones eine erste wichtige Supportzone anlaufen konnte. Die kommende Woche mit US-Schuldengrenze und den Trump Steuerplänen wird somit auch für die US-Börse eine entscheidende Woche. Gipfelvollendung, oder doch nochmal Gipfelrun?

Das fallende mittlere Bollingerband um 20.610 dürfte weiterhin begrenzend auf der Oberseite wirken und stellt eine wichtige Make-or-Break Zone dar. Darüber wäre ein zügiger Lauf zur Keilbegrenzung und GD50 um .720 wahrscheinlich. Darüber eine Aufhellung zur 21k. Um 20.330 verläuft in dieser  Woche eine wichtige Supportzone (horizontaler Support, Retracement, m. Bollinger Wochenchart, GD100…), welche bei Bruch einen übergeordneten Gipfel komplettieren dürfte. Vorerst starten wir mit einer Range von .610/.720 zur .350. Die sehr vielen starken Impulsgebern dürften aber für eine volatile und zittrige Börse sorgen.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue und wichtige Handelswoche!

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