So schnell kann es gehen…

Vor einer Woche musste ich noch von einem bullischen Angriff berichten, welcher jedoch abermals viele auffällige Divergenzen u.a. beim extrem niedrigen Volumen und im Intermarket aufzeigte. Die Stimmung kippte von zu pessimistisch auf zu optimistisch und viele Marktteilnehmer berichteten erneut von einer bullischen Trendwende – obwohl wir uns unverändert in einer größeren Seitwärtsbewegung aufhalten. Es kam daher, wie es kommen musste; die schwache Bewegung fiel wieder in sich zusammen. Mein Wochenausblick von letzter Woche war nicht so euphorisch, wie bei vielen anderen Marktteilnehmern und zeigte am Ende eine hohe Trefferquote auf:

Kurz zusammengefasst wäre in der neuen Woche ein weiterer Hochpunkt im DAX wahrscheinlich (ab 10.400 wird es steinig), sowie der Rücksetzer zur 10.120, wo sich die weitere Bewegung entscheiden wird.

Den weiteren Hochpunkt knapp unter die 10.400 hatten wir direkt zum Wochenstart gesehen, bevor man am GD100 im Wochenchart direkt erste Schwäche zeigte (im Wochenausblick klar als Warnsignal für die Bullen deklariert). Zum Wochenschluss folgte der Abverkauf auf den wichtigen Support um 10.120, welcher zeitweise sogar deutlich verletzt wurde. Der Wochenschlusskurs wurde an der wichtigen Unterstützungszone gesetzt. Große Gefahr für die Bullen, falls der Wochenstart gleich mit Schwäche beginnt.

Doch schauen wir wieder auf unsere Chartbilder. Vom Big-Picture ins kleine Bild.

Blicken wir zum DAX Monatschart. Der DAX ist im April am mittleren Bollingerband abgeprallt und konnte seit dem nicht mehr diesen wichtigen Widerstand anlaufen. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Bullen nochmals Kraft tanken müssen und zuvor einen Rücksetzer abwarten werden. Ein weiteres Standbein zwischen 9.300/9.500 beim übergeordneten DAX Aufwärtstrend wäre auch als “sauber” anzusehen, um so auch eine iSKS-Umkehrformation zu ermöglichen, welche die nötige Kraft für die Bullen bereitstelle könnte. Unterhalb der 9.300 trübt sich das Chartbild hingegen sehr gefährlich ein. Oberhalb der 10.560 (mittlere Bollinger) wäre noch die 10.700 als wichtiger Widerstand zu nennen. Dort verläuft die obere Begrenzungslinie der 10-jährigen Dreiecksformation, sowie der DAX Abwärtstrend. Darüber dürfte die historische Hausse fortgesetzt werden.

In 2 Wochen gibt es an der Börse den großen Verfallstag und der DAX ist zwischen 9.000/9.500 mit extremen Positionen abgesichert. Im relativ neutralen Marktumfeld dürfte der DAX vorm Verfall in diesem Bereich klar abdrehen. Die Gefahr liegt aktuell bei den vielen unbekannten Faktoren im Juni (Brexit, FED etc), die das Marktfeld rasch eintrüben und die Stillhalter zu Absicherungen der starken Positionierungen nötigen könnten. Diese Maßnahmen würden einen Abverkauf dann extrem beschleunigen. Der Juni hat es somit richtig in sich… Brechen die Gefahren nicht auf, besteht die große Chance nach einem weiteren Standbein bullisch abzudrehen und auch das mittlere Bollingerband zu überwinden. Verschlechtert sich hingegen die Lage, so droht – speziell auch wegen der Positionierungen an den Terminbörsen – ein Flash-Crash.

Zoomen wir in das Chartbild hinein zum DAX Wochenchart. Die bullische grüne Vorwochenkerze konnte ähnlich wie im April nicht aufgegriffen werden. Wie im vergangenen Wochenausblick erwähnt, galt der Abpraller am GD100 (aktuell 10.340) als deutliches Warnsignal für die Bullen. Am Ende konnte das 38,2-er Retracement um 10.120 extrem knapp gehalten werden. Es drohen nun Verhältnisse wie im April. Starten wir niedrig und fallen sehr zügig wieder unter das Retracement, werden auf Wochensicht schnell Ziele bis 9.820 (mittlere Bollingerband) aktiviert. Darunter werden Ziele am 23,6-er Retracement angesteuert und mit Kraft eines Doppeltops (seit April) wäre auch der GD200 bei 9.390 als realistisches Ziel zu erwähnen. Halten wir hingegen vorerst die 10.120 wäre der GD100 bei 10.340 erneut zu erwarten. Darüber geht es zur 10.500. Als wahrscheinlicher ist momentan das bärische Szenario anzusehen, wo wir im schwächsten Fall um die 10.150 bereits in Richtung mittleres Bollinger bei 9.820 abdrehen. Darunter wird das Ziel bis 9.390/9.500 ausgeweitet.

Blicken wir nun noch zum DAX Tageschart. Der niedrigen Wochenschluss bildet ein klares Warnsignal, aber noch konnten wichtige Unterstützungen gehalten werden. Am Freitag wurde das mittlere Bollingerband getestet und der Schlusskurs wurde direkt  am GD200 um 10.100 gebildet. Beim RSI und MACD drohen nun bei weiteren Verlusten ein Verkaufssignal. Eine Stabilisierung oberhalb könnte hingegen nochmals Ziele um 10.350 ermöglichen. Starten wir jedoch schwach und im bärischen Idealfall gleich unterhalb des GD200 wäre das 50-er Retracement und das mittlere Bollinger um 10.060 der letzte Rettungsanker. Darunter dürfte der DAX zügig Richtung GD100 um 9.800 fallen. Knapp darunter um 9.750 beim 38,2-er Retracement droht die Aktivierung eines Doppeltops, welches nach der 9.600 das 61,8-er Retracement bei 9.390 als Ziel haben dürfte. Eine wichtige Schlüsselunterstützung, wo de Bullen noch mit voller Kraft angreifen könnten. Darunter droht das Jahrestief und mehr….

Im US-Markt gab es hingegen wenig Veränderungen, wobei eine kleine Wochenkerze am Widerstand auch als Gipfelbildung gesehen werden kann. Der breite S&P500 droht erneut um 2.100 abzuprallen. Auch hier würde ein Doppeltop als Gefahr drohen. RSI & MACD deuten erste Schwäche an. Unterhalb der 2.000 würde ein weiterer deutlicher Rutsch drohen.

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Letztes Update am: 5. Jun 2016 @ 11:30

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