Ein Ausbruch und 3 Fragezeichen

Der DAX bewegte sich bis zum Monatswechsel in den Erwartungen des letzten Wochenausblicks. Am Freitag und mit dem Start in den Monat März probierten die Bullen jedoch den Ausbruch über das große Konsolidierungsziel und dem Kreuzwiderstand hinaus. Dieser Ausbruch hinterlässt für die Marktteilnehmer jedoch drei Fragezeichen:

  • Die US-Indizes konnten ihre Gewinnserie in der vergangenen Woche nicht mehr fortsetzen. Womöglich ein früher Hinweis für eine baldige einsetzende Konsolidierung der letzten starken Aufwärtsbewegung. Die makroökonomischen Daten trüben nun auch in den USA merklich ein.
  • Der Xetra-DAX wurde in den Wochenschluss Richtung Tagestief abverkauft und hinterlässt ausgerechnet in den Ausbruch hinein eine bärische Tageskerze.
  • Die Positionierungen für den Großen Verfallstermin am 15.03. deuten aktuell keinen nachhaltigen Ausbruch an.
Positionierungen für den Großen Verfall – stockstreet.de

Anbei nochmal der Blick zurück auf das „Dezember-Szenario“ mit Rücklauf zur fallenden Nackenlinie. Diese wurde aktuell auf der Oberseite verletzt.

DAX-Szenario im Dezember 2018
DAX aktuell – Nackenlinie wurde erreicht & auf der Oberseite verletzt.

Rückblick: Was wäre ein gutes Ziel für den Bärenmarkt? (Version 23.12.2018)
Bei der Annahme, dass der DAX an der Supportzone 10.2/10.5 eine deutliche Zwischenerholung Richtung SKS-Nackenlinie (siehe Grafik) einleiten kann, wäre für die erste Jahreshälfte 2019 mit einer weiteren starken Abwärtswelle zu rechnen. Um 9.750 würden im Monatschart der sma100 und das 38,2-er Retracement der Haussebewegung verlaufen und einen wichtigen und starken Support darstellen. Untergeordnet wäre in dieser Zone zusätzlich ein rechnerisches Ziel der aktiven SKS-Formation, sowie die Unterkante eines steigenden Trendkanals aus 2013 zu finden. Viele wichtigen Unterstützungen werden sich somit in dieser Zone treffen. Ein Anziehungspunkt für die Bären, aber auch ein interessanter Buy-Trigger für die Bullen.
Best-Case/ Worst-Case: Im Best-Case-Szenario kann der DAX bereits an der 10.2 wieder nach oben nachhaltig abdrehen. Im Worst-Case-Szenario kann die 9.750 nicht verteidigt werden und die Zone 8.700/8.300 würde in den Fokus rücken (Kompletter Artikel: Ziel Bärenmarkt).

Blicken wir auf unsere Chartreihe, beginnend beim Big Picture im DAX Monatschart (jede Kerze stellt einen Monat dar), wo der DAX den Hausse-Aufwärtstrend von 2009 nach unten verlassen hat und seitdem den Bullenmarkt korrigiert. Der Monatsschluss Februar erfolgte an der Widerstandszone .470/.525, wobei der März direkt per Startkurs diese Zone überspringen konnte und der GD38 bei .660 getestet wurde. Oberhalb der .470/.525 stellen das Retracement bei .730 und der horizontale Widerstand bei .850 obere Ziele auf Monatssicht dar. Bei einem Rücklauf zurück unter die .470/.525 droht hingegen ein Fehlausbruch. Übergeordnet würde die 11.2 und 11k wichtige Supportzonen darstellen. Unter der 11k droht der Rutsch auf ein neues Jahrestief.

DAX Monatschart

Zoomen wir weiter in den DAX Wochenchart, wo nach Test der Supportzone 10.2/10.8 eine starke Erholungsbewegung Richtung fallender Nackenlinie der SKS-Formation einsetzte. Dieser Kreuzwiderstand aus Nackenlinie, sma200 (.470) und der 2018-er Abwärtstrendlinie konnte auf Wochenschlussbasis überwunden werden (siehe Chartbild 2).

Oberhalb ergeben sich weitere Anstiegschancen. Zu nennen wären der GD38 bei .730 und der ema100 bei .830. Das 50-er Retracement von der Bewegung Allzeithoch zu Jahrestief um 11.900 würde ein Maximalziel für den März darstellen. Sämtliche Marken stehen sehr konträr zu den Positionierungen für den Großen Verfallstermin Mitte März.

Ein Rutsch zurück unter die .470/.525 würde ein Fehlausbruchszenario aktivieren. Der ema200 bei .350 und das mittlere Bollingerband bei .150 wären dann erste übergeordnete Ziele.

DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart – vereinfachte Darstellung

Blicken wir abschließend noch auf das kleinere Chartbild im DAX Tageschart (Future & Xetra), wo jede Kerze einen Tag darstellt und die Zwischenmarken besser zu erkennen sind. Im Xetra-DAX konnte am Freitag per Gap die wichtige Widerstandszone übersprungen werden. Anschließend erfolgte direkt der Spike zum ema200 bei 11.663. Der Xetra-Schlusskurs nah am Tagestief lässt die Ausbruchskerze jedoch schwach erscheinen.

Oberhalb der .470/.525 überwiegen die Aufstiegschancen. Der ema200 wäre der erste starke Widerstand. Darüber wäre die Zone .730 (Retracement) und .750 (sma200 Future) zu nennen. Im Xetra-DAX verläuft der sma200 bei .850.

Unterhalb des ema200 bei .660 wäre eine erste Spanne über die .610 zur .580/.540 realistisch. Das Gap verläuft von .580 zur .525. Bei Gap-Close und unterhalb der .470 droht das bereits erwähnte Fehlausbruchszenario. Die .420/.400. gefolgt von der .350 (ema100) und .300 (m. Bollinger) wären dann erste Zielmarken.

DAX Tageschart – Future
DAX Tageschart – Xetra

Anbei noch der vereinfachte Xetra-DAX Tageschart mit der etwas unüblichen Ausbruchskerze. Stellt dies ein Ausbruch-Gap dar, oder vielleicht doch nur ein Erschöpfungs-Gap, welches dann für einen baldigen Fehlausbruch sprechen würde? Die großen Abwärtsbewegungen im Herbst und Winter 2018 wurden durch ähnliche Gaps eingeleitet.

Gap: Ausbruchlück, oder wieder eine Erschöpfungslücke?

Der Marktüberblick im Video:

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Handelswoche.

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