Das Thema vom letzten Wochenausblick lautete “Fast am Ziel” und letztendlich waren wir das auch. Ich habe auf die seltene Umkehrformation “Umgekehrtes waagerechtes Dreieck” hingewiesen und die extreme Volatilität, die es hervorrufen kann und wird. Letztendlich ging es sogar schneller als gedacht, denn ich hatte eher die Vermutung, dass sich der Markt noch bis in die Feiertage retten wird; auch wenn er keine nachhaltigen Hochs mehr ausbilden kann.

Vor allem der Freitag hatte es dann aber nochmal in sich. Am Morgen hatte ich darauf hingewiesen, dass der Start unterhalb der wichtigen Trendlinie stattfindet und ein weiterer Abverkauf droht. 9.800 sollte der Deckel sein und er wurde fast punktgenau getroffen. Im Späthandel beschleunigten die heißgelaufenen US-Börsen den Abrutsch und die schlechteste Börsenwoche seit 3 Jahren war entstanden. Eine Woche zuvor gab es genau das umgekehrte Bild und Jubelszenen…

Und was bringt uns die neue Woche? Wohl wichtige Entscheidungen! Impulsgeber wird es mehr als genug geben (FED – Zinswende?, Griechenland – Neuwahl?, ifo-Index, Hexensabbat…).

DAX:

  • Eine Prognose ist nach dem starken Abverkauf schwierig und eigentlich steht zum Jahresabschluss zumeist eine ruhige, aber positive Handelswoche bevor. Ich hatte es in der Tagesanalyse bereits angesprochen; die Jahresendrally könnte letztendlich zu einer technischen Gegenbewegung schrumpfen.
  • Bis zum harten Widerstand hätte der DAX eigentlich noch mind. bis 10.185 Platz gehabt. Dieses Ziel hatte der DAX nun um knapp 80 Punkte verfehlt. Nur der Future war fast dran. Zumindest bleibt für die neue Woche die Frage noch offen, ob der DAX einen weiteren Anlauf unternimmt. Nach dem starken Abverkauf ist die Wahrscheinlichkeit dafür jedoch klar gesunken, aber Gewissheit wird erst die nächste Woche bringen.
  • Das umgekehrte waagerechte Dreieck bleibt aber auch ohne das komplette Anlaufen aktiv. Wichtig war letztendlich nur das prognostizierte neue AZH, welches auch erreicht wurde. Die letzte Aufwärtswelle kann durchaus als “Versager” enden und würde letztendlich auch für das negative Ziel des waagerechten Dreiecks sprechen.
  • Das untere Ziel des Dreiecks wird bei ca. 8.100 verlaufen (natürlich fallend). Ein direktes Anlaufen ist für mich nicht die wahrscheinlichste Variante. Eher rechne ich gerade zu den Festtagen mit der technischen Erholung (“Jahresendrally”).
  • Der GD 100 & 200 (beide bereits gekreuzt > klar bärisch!) sind wieder nah und werden wohl angelaufen. Fraglich, ob hier bereits Halt gefunden werden kann. Erster Halt wäre damit sicherlich die 9.500. Eher wird aber eine Atempause im Supportbereich zwischen 9.200/9.400 wahrscheinlich. Externe Faktoren wie die FED werden hier einfach die Entscheidung geben. Bei einer anstehenden Zinswende könnte auch ein Crash bis an die untere Begrenzung möglich erscheinen! Aber darauf sollte man jetzt noch nicht spekulieren.
  • Es blreibt spannend. 🙂

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US-Märke:

  • Der Ausblick war gut. Oberen Ziele erreicht und ein “gemeinsamer Rücklauf mit DAX sollte nun sehr bald anstehen“. Und so war es letztendlich und die Prognose fällt nun ähnlich wie beim DAX aus.
  • Die Märkte im Bann des Dreiecks und es ist noch viel Luft nach unten. Eine Zwischenerholung ist drin, aber die FED und der mögliche Zinsentscheid werden den Takt angeben. Bis dahin kann der Dow durchaus noch knapp unter die 17k fallen.

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Euro-Dollar:

  • Noch der kurze Blick zum Euro-Dollar-Kurs.
  • Auch hier habe ich eine sehr baldige Trendwende angesprochen. Das Ziel wurde – ähnlich wie beim DAX – knapp verfehlt – um einen halben Cent um genau zu sein. Die untere Begrenzung verläuft momentan bei knapp unterhalb der 1,22. Bei 1,226 ist der Kurs bereits stark abgedreht, aber anders als beim DAX wäre das Nichterreichen der Marke schon ungewöhnlich.
  • Von daher halte ich das Anlaufen der unteren Zielmarke in Form eines Bodenbildungsprozesses durchaus noch für wahrscheinlich.

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