Die nächsten 2 Wochen (FED, BREXIT…) dürften die wichtigsten Handelstage des Jahres werden, wo ein entscheidender Grundstock für die weitere Entwicklung bis in den Herbst gelegt werden könnte. In dieser Zeit täte man gut daran etwas Risiko herauszunehmen und die Cashquote zu erhöhen.

Die Märkte waren zuletzt gefährlich sorglos, wo sehr schnell wieder Rallys herbeigeredet wurden, obwohl man charttechnisch klar ohne Durchbruch, sondern mit erkennbarer Schwäche agierte. Daher sah ich im vergangenen Wochenausblick “Eine Steilvorlage für die Bären“, die den DAX auf Wochenschluss zur 9.820 drücken sollte. Tiefere Kurse nicht ausgeschlossen! Letztendlich behalten die Worte vom vergangenen Ausblick weiterhin ihre Gültigkeit, denn ein scharfer Rücksetzer kann endlich das notwendige Standbein im DAX ausbilden und eine Steilvorlage für die Bullen liefern. Dafür müssen jedoch wichtige Unterstützungen verteidigt werden und der Markt darf nicht in “BREXIT-Panik” verfallen. Die starken Positionierungen an der Terminbörse für den dreifachen Hexensabbat am Freitag könnten sonst als gigantischer Brandbeschleuniger fungieren.

Im neutralen Marktumfeld ist der DAX bei 9.000 und 9.500 stark abgesichert. 9.600, 9.800 und die 10.000 sind untergeordnet zu nennen. Speziell an der 10.000-er Marke könnte es am Freitag aber schon Absicherungen gegeben haben, die den DAX nach unten beschleunigt haben. Eine ganz wichtige Marke bis zum Freitag stellt somit die 9.500 dar. Ein deutlicher Rutsch darunter kann für einen heftigen Abverkauf sorgen. Im Normalfall sollte am Freitag klar oberhalb abgerechnet werden; vielleicht sogar oberhalb der 9.800.

Schauen wir auf unsere DAX-Chartbilder und wir beginnen wie immer mit dem Big-Picture. Im DAX Monatschart hatte ich zuletzt die Option einer iSKS-Umkehrformation eingezeichnet. Am mittleren Bollingerband bei der 10.500 hatte sich zudem ein Deckel immer mehr verfestigt. Die letzte Handelswoche bestätigt meine Annahmen und das potentielle Szenario einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation rückt weiter in den Fokus. Der verhinderte BREXIT könnte den möglichen Startschuss dafür bieten. Dazwischen liegt “nur” das erwähnte Referendum und die FED-Sitzung am Mittwoch. Bei negativem Ausgang droht der Bruch der 9.300 und damit ein großes Verkaufssignal inkl. einem neuen Jahrestief. Der GD100 bei 7.650 wäre dann sogar als Anlaufstelle zu nennen.

Der Markt erwartet mit der FED und den Referendum 2 ganz wichtige Termine, die zwischen Himmel und Hölle im DAX entscheiden können. Daher Risiko raus und verhaltend abwarten!

Auch der RSI und der MACD verhinderten zuletzt regelmäßig neue Kaufsignale. Unterhalb der 10.500 überwiegen die Abwärtsrisiken. Bei positivem Signal wäre die iSKS Chance und Bärenfalle zugleich. Kurse knapp unter der 12.000-er Marke wäre dann keine Utopie, trotz vieler Risiken in der Welt.

Zoomen wir nun in den DAX Wochenchart, wo meine Idee der iSKS in dieser Woche durch die eingesetzte Bewegung ebenso konkretisiert werden kann. Vor einer Woche hielt ich einen Test der 9.820 (mittleres Bollingerband) für sehr wahrscheinlich. Dieser Test erfolgte am Freitag mit voller Wucht! Am Ende schloss man sogar knapp darunter. Im bärischen Idealfall ist das mittlere Bollinger gleich der Widerstand in der neuen Woche und es werden sofort das 23,6-er Retracement bei 9.580 und darunter der GD200 bei 9.406 angegriffen. Das 38,2-er Retracement bei 10.120 bildet einen wichtigen Widerstand. Darüber werden die Bullen wieder ihre Chance wittern. Ein Rücksetzer zur 9.400/.500 und folgender Abpraller würde sehr für die iSKS Formation sprechen. Knapp oberhalb der 9.300 verläuft die untere Begrenzung der 10-jährigen Dreiecksformation und diese gilt es dringend zu verteidigen. Unterhalb der 9.300 droht ein größeres Verkaufssignal.

RSI & MACD zeigen große Ähnlichkeiten zum Jahresbeginn auf und würden gerne ein Verkaufssignal generieren. Durch das BREXIT-Referendum gibt es aber die erwähnte Gefahr einer großen Bärenfalle.

Ein mögliches Szenario wäre gleich an den ersten Handelstagen ein weiterer Rutsch Richtung 9.400, bevor man dann vor dem dreifachen Hexensabbat am Freitag bullisch abdreht. Unterstützen müssten dann am besten noch positive Umfragen aus UK. Alternativ hält man das mittlere Bollinger bei 9.820 gleich zu Beginn und dreht nochmals Richtung 10.000 ab. Der weitere Rücksetzer wäre dann erst in der kommenden Woche zu erwarten. Momentan spricht mehr für Szenario 1.

Blicken wir noch zum DAX Tageschart. Unterhalb der 10.050 (GD200 und mittlere Bollingerband) hatte ich die Gefahr für einen Rutsch Richtung 9.830 gesehen, welcher nun auch zügig abgearbeitet wurde. Es stellt sich nun ähnlich wie im Wochenchart die Frage, ob der Bereich 9.800 (GD100, Retracement) halten kann, oder nun schon als Widerstand fungieren wird. Oberhalb der Marke kann es nochmal zur 10.050 gehen. Die lange Verkaufskerze spricht jedoch eher für weitere Schwäche und vielleicht einen direkten Start unterhalb der 9.800, welcher dann direkt Ziele bei 9.590 und folgend knapp unter 9.400 ermöglichen würde. In diesem Bereich wäre eine größere iSKS-Umkehrformation möglich. Darunter würde eine scharfe Eintrübung drohen.

Im 2. Bild sehen wir den Xetra-DAX, welcher noch oberhalb des GD100 schließen konnte. Ein Start mit Gap direkt unterhalb des Supports ist durchaus realistisch und würde den Verkaufsdruck erhöhen. Interessant ist auch die Volumenentwicklung, die im vergangenen Anstieg stets stark abnehmend war. Im Abverkauf war diese hingegen stetig steigend und bestätigt damit die Bewegung im Gegensatz zum zweifelhaften Anstieg zuvor.

Im US-Markt deutete sich zuletzt eine Top-Bildung an. Im angefügten Dow Jones Tages- und Wochenchart ist diese gut zu erkennen. In den letzten 15 Monaten wurden in der aktuellen Zone mehrfach der Angriff auf neue Allzeithochs (AZH) ausgesprochen, aber es gelang trotzdem nicht und auch diesmal fehlen diese Signale! Ohne Verschnaufpause wird es nicht gelingen. Eine erste Zielmarke der Konsolidierung wäre nach der 17.770 (m. Bollinger) knapp oberhalb der 17.500 zu finden. Darunter die 17.300/.400 Zone.

Als letztes Chartbild eine kleine Spinnerei, welche die mögliche Bewegung bei positivem und negativem BREXIT-Referendum darstellt. Realistisch?

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche! Mittwoch die FED-Sitzung und am Freitag der Große Verfall sind die wichtigen Impulsgeber. Agiert vorsichtig!

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Letztes Update am: 12. Jun 2016 @ 19:36

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