In der vergangenen Woche konnte der Markt in der erwarteten Seitwärtsbewegung verweilen und auch in der neuen – durch den Feiertag verkürze – Woche könnte es ähnlich weitergehen. Die Daten der vergangenen Tage – speziell auch aus China – waren überraschend schwach, aber trotzdem konnten sich die Märkte stets halten. Einen möglichen Grund hatte ich im Trading-Chat bereits näher erläutert: der Kleine Verfallstag/ Hexensabbat am Freitag. Die Positionierungen an der Terminbörse sprechen eine recht deutliche Sprache. Die “Stillhalter” haben bis Freitag gar kein Interesse einen Abverkauf zuzulassen und im neutralen Marktumfeld sind sie der starke Player, der dies auch verhindern kann. Ein DAX knapp unter der 10.000 am Freitag wäre für diese Institutionellen wohl Wunschziel anzusehen. Die recht deutliche Positionierung birgt aber durchaus auch Gefahren. Durch einen externen negativen Impuls und folgenden Kursrutsch in die “rote Zone” müssten die Stillhalter absichern und würden so einen Rutsch scharf beschleunigen.

Schauen wir uns kurz die Chartbilder für die neue Woche an. Im DAX Monatschart gab es keine nennenswerte Veränderungen. Er bleibt am mittleren Bollinger bei 10.500 gedeckelt. Ein Kaufsignal folgt oberhalb der Marke. Unterhalb der 9.300 droht hingegen ein neues Jahrestief.

Im DAX Wochenchart erkennen wir sehr gut die Seitwärtsbewegung der vergangenen Woche. Auf der Oberseite wurde man durch das 38,2-er Retracement (10.120) gedeckelt; auf der Unterseite sicherte das mittlere Bollingerband (9.760). Diese Range gilt vorerst auch für die neue Handelswoche. Oberhalb der 10.120 geht es in Richtung GD100 bei knapp 10.330 und unterhalb der 9.760 geht es zum 23,6-er Retracement knapp unter die 9.600. Der GD200 verläuft bei 9.358 und bildet einen wichtigen Support. Im schwachen Marktumfeld könnten die beiden Retracements durchaus auch die Open Range bilden, um zum Freitag hin nochmals eine Erholung einzuleiten.

Schauen wir noch zum DAX Tageschart, wo die erwartete Seitwärtsbewegung ebenso gut nachgebildet wurde und auch das Szenario einer SKS-Formation bleibt damit bestehen. Die Seitwärtsrange zwischen 23,6-er Retracement und 38,2-Retracement gilt es zu knacken. Die potentielle rechte Schulter ist vom Umfang bisher verhältnismäßig gering und ein nochmaliges Überspringen der 10.000-er Marke durchaus realistisch. Der GD200 verläuft mittlerweile bei fast 10.150 und könnte noch einen Anlaufpunkt darstellen. Ein dynamisches Überschreiten der Marke würde die Wahrscheinlichkeit für eine SKS-Formation klar mindern. Der GD100 verläuft mittlerweile bei 9.816. Auf der Unterseite wäre ein weiterer Anlaufpunkt noch bei 9.600 zu nennen, welche zum Kleinen Verfall jedoch nicht anzustreben wäre. Unterhalb der 9.300 droht ein großes Verkaufssignal.

Im US-Markt blinkt aktuell auch immer stärker eine SKS-Formation auf, welche jedoch noch nicht aktiviert wurde. Der Dow Jones konnte von seiner letzten Rally-Bewegung in der Konsolidierung das 23,6-er Retracement anlaufen. Falls die SKS-Formation aktiviert wird, würde sehr zügig die Marke um 17.000 in den Fokus rücken. Im breiteren S&P500 ist die erwähnte SKS-Formation ebenso zu erkennen. Ein Täuschungsmanöver der Bullen, oder der nächste Wegweiser für die schwache Aktiensaison?

In der neuen Handelswoche bleibt Dank Kl. Verfallstermin eine Seitwärtsbewegung möglich, aber ohne einen Punktgewinn für die Bullen droht nach dem Verfall die Aktivierung von größeren SKS-Formationen und ein stärkerer Kursrutsch. Im nächsten Monat wird die Brexit Debatte mit aller Macht in den Vordergrund rücken.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!

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Letztes Update am: 16. Mai 2016 @ 22:03

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