…bilden das Spiegelbild des Gesamtjahres. 

Sollte man sich also gleich zum Jahresbeginn anschnallen und sich auf zum Teil heftige Abschläge vorbereiten? Zum Jahreswechsel hatte ich im Abschlussbeitrag (“Das Jahr der Wende“) bereits einen kleinen Ausblick und eine charttechnische Betrachtung erstellt, welche natürlich weiterhin voll gültig ist. Der Jahresabschluss sollte halbwegs versöhnlich unter der 11.000 erreicht werden und die Bullen hatten trotz sehr schwacher Umsätze ordentlich Schwierigkeiten Ausbruchversuche zu verteidigen. Kein gutes Omen im eigentlich doch so starken Monat der Jahresendrallyzeit.

Morgen starten wir nun in die erste volle Handelswoche des Jahres und eine der vielen Börsenweisheiten lautet, dass die ersten 5 Handelstage im Jahr ein Spiegelbild des Gesamtjahr darstellen werden. Da ihr sicherlich meinen letzten Beitrag gelesen habt, wisst ihr somit auch, dass ich für das Börsenjahr 2016 auf aktuellem Niveau deutlich pessimistischer gestimmt bin. Viele langfristige Signale schwenken aktuell auf “Bärenmodus” um und nur ein deutlicher Angriff auf die 11.000 in Richtung 11.500 könnte das Bild wieder etwas aufhellen.

  • Der DAX konnte im letzten Jahr nur noch fallende Hochpunkte ausbilden.
  • GD100 und GD200 sind gekreuzt und fallen (“Todeskreuz”).
  • Mehrere bullische Fehlausbrüche.
  • Gefahr einer SKS-Formation.
  • Monatschart droht neues übergeordnetes Verkaufssignal.
  • Dow Jones & S&P500 zusätzlich mit sehr großem Rounding-Top (große Abschlussformation).

Die Bullen müssten jetzt dringend angreifen, ansonsten drohen unterhalb der 11.000 heftige Abverkäufe. Fallenden Hochpunkten, die der DAX seit 10 Monaten ausbildet, folgen nämlich fallende Tiefpunkte. Ohne einen Angriff der Bullen droht der Absturz zurück in den 4-stelligen Bereich und wenn die Börsenweisheit stimmen sollte, wäre ein solcher Rutsch vielleicht sogar schon in den ersten Handelstagen möglich.

In der neuen Woche warten bereits einige neue Impulse auf uns. Morgen folgt die Inflationsrate für Deutschland und der US-Einkaufsmanagerindex. Übermorgen die Inflation im Euro-Raum. Wichtig werden ebenso Daten aus China (einige gab es bereits gestern) und vom US-Arbeitsmarkt. Geopolitische Risiken könnten aber sämtliche Impulsgeber überschatten.

Die ersten Chartbilder folgen morgen früh. Bis dahin wünsche ich euch einen guten Start in die erste Handelswoche des Jahres!

Allgemeiner Hinweis:

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Letztes Update am: 8. Jan 2016 @ 22:19

  • Montag, 04.01.2016 – 18:40 Uhr
  • Der DAX startet denkwürdig und nahezu rekordverdächtig schlecht in das neue Jahr. Allerdings kam dieser heftige Abverkauf, wie in den Beiträgen zu lesen, nicht ganz unerwartet. Der 4-stellige Bereich bleibt so selbst kurzfristig realistisch!
  • Als Auslöser für den DAX-Rutsch dient vorwiegend der Crash in China, welcher jedoch nur ein erster Vorbote für weitere Abverkäufe sein dürfte. Der Shanghai Composite Index hat noch deutliches Abschlagpotential!
  • Erinnert ihr euch noch an meinen letzten Beitrag im vergangenen Jahr? Dort hatte ich beim DAX Monatschart u.a. geschrieben: “Ein Start unterhalb der 10.500 im neuen Jahr könnte das Fenster zum Bärenmarkt bereits im Januar ganz weit aufschlagen.” Und der Grund? Der DAX würde so die neue Monatskerze innerhalb des 10-jährigen Dreiecks starten. Ich habe euch nun den aktuellen Monatschart angefügt. Der Start passt mustergültig für die Bären und der erste Tag des Jahres kann so bereits der entscheidende gewesen sein! Das Tor zum Bärenmarkt wurde heute ganz weit aufgeschlagen!
  • Die Bullen können morgen noch auf einen Test der Widerstandszone zwischen .400 & .500 hoffen, falls die Vorgaben aus Fernost nicht wieder eine Katastrophe sind. Die Fortsetzung in Richtung Fall der 10.000 dürfte dann weitergehen.
  • Der US-Markt befindet sich weiterhin im großen Rounding-Top und ist abermals an der Oberseite heftig abgeprallt. Der Dow Jones legte den schwächsten Start seit knapp 100 Jahre hin. Ein bitteres Omen für neue Börsenjahr.

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  • Dienstag, 05.01.2016
  • Auch am 2. Handelstag des Jahren mühen sich die Märkte äußerst nervös. Der Shanghai Composite Index in China konnten Dank Stützungskäufe der Notenbank in Höhe von 20 Mrd $  aufgefangen werden – vorerst. Der DAX läuft hingegen seinen nächsten Support bei der 10.180 an und entfernt sich immer weiter von der 11.000. Gegenbewegungen der Bullen werden bisher zügig wieder abverkauft, was für weiteren Abgabedruck spricht.
  • Man sollte jedoch auch bedenken, dass der DAX am Montag ein ordentliches Gap gerissen hat. Im für die Bullen schlechtesten Fall handelt es sich hierbei um eine Ausbruchlücke direkt rein in den Bärenmarkt, aber selbst bei solchen Gaps erfolgt in den meisten Fällen zumindest ein Schließungsversuch. Das bedeutet, dass aktuell ein Spike in den Bereich .500/.600 durchaus noch einzuplanen ist. Die Frage, welche sich momentan stellt, ist, woher ein positiver Impuls kommen soll. Vermeidliche Impulsgeber, wie eine schwächere Inflation (Draghi müsste Handeln) werden vom Markt vollkommen ignoriert. Vor wenigen Wochen hätte man solche Impulse dankend als Rallystart angenommen…
  • Der Markt bleibt somit äußerst nervös und volatil. Unterhalb der Zone zwischen .400 – .600 drohen direkt weitere Tiefpunkte. Oberhalb der 10.000 könnte noch ein Schließungsversuch für das Gap erfolgen.

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  • Mittwoch, 06.01.2016
  • Nach erneut negativen Vorgaben aus Fernost musste der DAX heute abermals einen Tiefschlag hinnehmen. Am Ende fehlten nur noch 93 Punkte zur runden 10.000-er Marke.
  • Es bleibt weiterhin sehr auffällig, dass so gar kein Kaufdruck aufkommen möchte. Selbst potentielle positive Impulse werden vollkommen ignoriert. Ein gutes Anzeigen, dass weitere Tiefpunkte möglich erscheinen…
  • Die Aussage von gestern bleibt bisher bestehen. Oberhalb der 10.000 besteht die Möglichkeit für eine Zwischenerholung bis in den Bereich um die 10.500. Unterhalb der Marke droht diese Erholung auszufallen und Ziele bis zur 9.300 erscheinen auch kurzfristig für möglich.
  • Im kurzfristigen Bild (5-Minutenchart) ist ein fallender ‪‎Keil‬ zu erkennen, welcher häufig bullisch aufgelöst wird und damit noch die Zwischenerholung einläuten könnte. Ein Abpraller an der Oberseite bei .250/.270 würde einen weiteren Tiefpunkt knapp oberhalb der 10.000 ermöglichen. Dort könnte der Keil fertiggestellt werden und die Zwischenerholung beginnen. Aber Vorsicht bei einer Auflösung auf der Unterseite! Eine weitere direkte starke Abwärtsbewegung in Richtung 9.300 wäre dann die wahrscheinliche Konsequenz.

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  • Donnerstag, 07.01.2016
  • Die erste Woche des Jahres droht ein komplettes Desaster zu werden. Wie angekündigt ist der Shanghai Composite Index extrem angeschlagen und deutete bereits weitere Kursverluste an, welche er heute direkt aufgegriffen hat – zumindest für knapp 30 Minuten. Danach wurde der Handel kurzerhand eingestellt. Diese Vorgaben waren für DAX und Co. natürlich die negative Steilvorlage schlechthin und so notieren wir heute tief im 4-stelligen Bereich und damit konnte sich meine Absturz-Prognose von Sonntag bewahrheiten.
  • Die Blicke werden in der Nacht wieder nach Asien und speziell China gehen. Gibt es eine Stabilisierung, oder droht direkt die Fortsetzung der Abwärtsbewegung?
  • Ich wiederhole hier gerne nochmal meine Worte: Ein Bärenmarkt zeichnet sich aus durch fallende Hochpunkte, die wir bereits sehen und eben auch fallenden Tiefpunkten, welche nun noch ausstehen. Die logische Konsequenz wäre ein Rutsch unter die 9.300 – das Zwischentief vom letzten Jahr. Aber selbst in einem Bärenmarkt – falls dieser den wirklich gestartet ist (ich gehe davon aus) – gibt es immer bullische Gegenbewegungen. Die offene Frage: Kommt die 9.300 (Zwischenziel 9.600) direkt (=Crash) oder gibt es einen Erholungsversuch?
  • Erholungsversuche sind in meinen Augen nur noch Short-Trigger (Short-Einstiegspunkte). Ein Markt in dieser Verfassung ist kein Bullenmarkt mehr!
  • Freitag, 08.01.2016
  • “Ohne einen Angriff der Bullen droht der Absturz zurück in den 4-stelligen Bereich und wenn die Börsenweisheit stimmen sollte, wäre ein solcher Rutsch vielleicht sogar schon in den ersten Handelstagen möglich.” Ausblick vom vergangenen Sonntag. 🙂
  • Und da sind die ersten 5 Handelstage des Jahres Vergangenheit, die ersten Handelstage die ein Spiegelbild des Gesamtjahres sein sollen… Ich lasse dies mal ohne weitere Wertung stehen…
  • Der Bereich 9.300/9.600 dürften nun in den Fokus rücken und dort folgt die letzte Chance für eine starke Zwischenerholung. Darunter würde sich ein scharfer Crash komplettieren. Ich persönlich favorisiere den Klassiker, weil der Markt übergeordnet einfach wieder leichter zu lesen ist (so ganz ohne Notenbankeinfluss…): Weiterer Tiefpunkt in der neuen Woche und die Einleitung einer starken technischen Erholung am Turnaround Tuesday, wo wir nochmal in den 5-stelligen Bereich laufen werden.
  • Ein kleiner Ausblick folgt wie immer am Wochenende!
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