Die zweite Aprilhälfte dürfte durch zusätzliche Unsicherheitsfaktoren beeinträchtigt werden. Neben der geopolitischen Ernüchterung durch Trump, der anders als im Wahlkampf angekündigt, nun doch nicht als Friedensengel auftreten wird, erwartet uns jetzt auch das Durchstarten in die Bilanzsaison, wo einige Analysten meinen, dass die Erwartungshaltung mittlerweile viel zu hoch angesetzt ist. In der nächste Woche müsste im US-Kongress auch das Thema Schuldengrenze gelöst werden, ansonsten droht ein Shutdown. Bisher lenkt die Kriegsrhetorik von diesem innenpolitischen Thema ab.

Am Freitag steht zudem der Kleine Verfallstag an, wo der DAX unterhalb der 12.000 sehr gut gesichert scheint. Im neutralen Marktumfeld sollte eine Abrechnung um 12.000 möglich sein. Ein Rutsch unter die 11.800 aufgrund der vielen Unsicherheiten könnte einen stärkeren Abverkauf einleiten.

Quelle: stockstreet.de

Schauen wir auf unsere Chartreihe, beginnend mit dem großen DAX Monatschart, wo das Allzeithoch (AZH) weiterhin nicht überwunden werden konnte, aber noch hat die Monatskerze April zwei Wochen Zeit dies zu bewerkstelligen. Oberhalb der 12.030 bleiben weitere direkte Angriffsversuche auf das AZH wahrscheinlich. Zwischen 12.030 und 11.850 haben sich mittlerweile solide Unterstützungen herausgebildet. Darunter wäre ein direkte Angriff auf das AZH vorerst unwahrscheinlich. Die 11.400/.500 stellt weiterhin das Tor zur 11.000 dar. Das mittlere Bollingerband verläuft aktuell weiter um 10.700, nah an der ursprünglichen Ausbruchzone.

Zoomen wir in den Wochenchart, wo der DAX eine zweite rote Wochenkerze in Folge ausgebildet hat. Das gab es zuletzt Ende Oktober/ Anfang November 2016! Zusätzlich wurde der Aufwärtstrend von November verlassen und der RSI trübt sich erstmals seit Monaten wieder ein. Im Wochenchart sind somit seit langer Zeit mal wieder Anzeichen von Schwäche erkennbar und ein direkter Angriff auf das AZH erscheint vorerst unwahrscheinlich und könnte wohl erst zum Monatsschluss erfolgen, bevor die saisonal schwächere Zeit beginnt (“Sell in May and go away, but remember to come back in September.”).

Diese Eintrübung würde für einen neuen Tiefpunkt in dieser Woche sprechen. Eine interessante Zielmarke wäre die Supportzone um 11.930 und folgend das mittlere Bollinger um 11.800, wo die Bullen spätestens eine interessante Kaufmarke finden dürften. Neben der soliden charttechnischen Unterstützung, welche selten direkt durchbrochen wird, bleibt auch der Kleine Verfallstag zu nennen, welcher tiefere Kurse  als unwahrscheinlich erscheinen lässt.

Eine erste Wochenspanne würde ich daher von 12.100 zur 11.930 und als Zusatz zur 11.800 sehen, um die Woche dann neutral um 12.000 zu schließen. Eine zügige Bewegung unter die 11.800 wäre ein klares Warnsignal. Oberhalb der 12.100 wäre eine Erweiterung der Range zur 12.230/.250 möglich.

Blicken wir noch auf den Tageschart und den 60-Minutenchart, wo die genannte Spanne und die Marken noch besser einzuordnen sind. Im Tageschart verläuft um 12.144 aktuell noch das mittlere Bollingerband, welches den wichtigen Wochenwiderstand auf diese Zone erweitert. Eine Trendbegrenzung von Anfang Februar, welche auch im 60-Minutenchart (M60) zu erkennen ist, wird aktuell bereits getestet. Ebenso erkennen wir im M60 noch einen fallenden Keil, welcher durchaus auch bullisch genutzt werden kann. Oberhalb des m. Bollinger wäre daher die bereits erwähnte Erweiterung der Wochenspanne Richtung 12.250 anzunehmen und einzuplanen. Unterhalb der 12.050 dürfte der fallende Keil, welcher konträr zur übergeordneten Signalen steht, jedoch versanden und ein Anlaufen der Supportzone um 11.930, wo auch das untere Bollingerband verläuft, wäre das Ziel. Von dort könnten die Bullen bereits wieder kämpfen und bis in den Verfallstag hinein die Kurse um 12.000 halten. Unterhalb der .930 wären die .850 und die .800 zu nennen, wo auch das erste relevante Retracement wartet (Bewegung Trump-Rally).

Mögliche erste Spanne somit bei 12.100/.145 zur 11.930.

Blicken wir noch zum US-Markt, wo die Trump-Rally weiter Ermüdungserscheinungen aufzeigt. Der Dow Jones bewegt sich weiterhin eng in einem Dreieck und vermeidet größere Signale. Das fallende mittlere Bollingerband um 20.600 dürfte weiterhin begrenzend auf der Oberseite wirken und sollte damit auch das Wochenhoch darstellen. Zwischen 20.420 & 20.330 bildet sich in dieser  Woche eine wichtige Supportzone (horizontaler Support, Retracement, m. Bollinger Wochenchart…) heraus, welche in den nächsten Tagen noch durch den GD100 unterstützt werden dürfte. Eine Spanne zwischen m. Bollinger Tageschart und Supportzone bleibt aktuell der wahrscheinliche “abwartende” Weg. Unterhalb der Supportzone droht eine signifikante Eintrübung im Chartbild. Eine Erholung über das m. Bollinger und folgend über den GD50 (aktuell knapp 20.700) könnte für eine Bewegung über die 21k und Trendfortsetzung sprechen..

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Handelswoche!

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