Da ist es passiert; der Markt und die Buchhalter haben es nicht erwartet und wurden komplett auf dem falschen Fuß erwischt. Nach dem Schock am Freitag, gilt es die Ereignisse in der kommenden Woche zu verdauen und den weiteren Weg zu interpretieren. Eine Hängepartie der Unsicherheit dürfte sich hingegen belastend auf die Märkte auswirken. Dies gilt ebenso für die möglichen Konsequenzen, die nach und nach dämmern werden. Zerbricht gar das Vereinigte Königreich? Oder rudert man am Ende sogar wieder zurück? Selbst die Brexit-Befürworter, die im Falle eines Sieges noch am nächsten Tag den Austritt beantragen wollten, haben plötzlich Jahre Zeit. Viel, viel Unsicherheit, welche wir wohl nicht so schnell los werden. Es empfiehlt sich daher weiterhin sehr vorsichtig am Markt zu agieren.

Schauen wir auf unsere Chartbilder, wo die letzte Woche klar Schäden hinterlassen hat. Die Schlüsselunterstützung konnte mit Müh und Not halten – vielleicht viel zu knapp.

Im DAX Monatschart wird in der kommenden Woche die Monatskerze fertiggestellt. Es wird also ein wichtiger Grundstein für die weitere Entwicklung gelegt. Auf dem aktuellen Niveau, nah an der Schlüsselunterstützung, müssten die Bullen dringend noch zulegen. Der RSI dreht weiter an der 50 ab; der MACD droht erneut aufzufächern und der Trend von 2009 droht zu brechen. Die Bullen müssten also in der kommenden Woche – der Woche der Brexit-Nachwehen – dringend zulegen, ansonsten wird man schauen müssen, ob der Bereich 9.300 zu halten ist. Ein Monatsschluss unterhalb dieser Marke würde das weitere Chartbild deutlich eintrüben. Die iSKS wäre zerstört und Ziele um 8.300/.400 könnten in den Fokus rücken. Der GD100 im Monatschart verläuft aktuell bei 7.640 und könnte übergeordnet dann wirklich als Ziel realistisch werden. Die Bullen müssen bis Donnerstag unbedingt angreifen und den Support verteidigen, ansonsten droht eine sehr ernste Eintrübung im großen Chartbild. Es könnte der Beginn der Korrektur der Notenbank-Hausse darstellen.

Vor 3 Wochen hatte ich ein mögliches Szenario im Brexit und Non-Brexit-Fall dargestellt. Tritt der negative Fall nun voll ein?

Zoomen wir weiter in den Wochenchart, welcher die letzte verrückte Woche sehr gut darstellt. Die gesamte Spanne betrug knapp 1.200 Punkte und reicht nahezu komplett durch die äußeren Bollingerbänder. Am Ende schloss man am GD200 bei 9.430 und verletzte zudem den Aufwärtstrend. Der niedrige Schlusskurs stellt eine Steilvorlage für die Bären dar. Im schlechtesten Fall startet man direkt unterhalb der 9.430 bzw. wird diese Marke gleich zur oberen Wochenbegrenzung. Die 9.000 und die 8.700 könnten dann schnell in den Fokus rücken. Übergeordnet erkennen wir im DAX einen Abwärtstrendkanal seit dem AZH (Allzeithoch). Die obere Begrenzung konnte nicht mehr ganz angelaufen werden und die untere Begrenzung verläuft aktuell bei knapp 8.200 (Tendenz fallend), wo auch weitere horizontale Unterstützungen anzutreffen sind. Interessant ist hier auch der Blick zurück zum Tiefpunkt von 2009 und zum AZH im letzten Jahr. Das 50-er Retracement dieser Bewegung verläuft bei knapp 8.000 Punkten. Im bärischen Fall mit niedrigem Start und Bruch der 9.300 rücken diese Ziele übergeordnet in den Blickwinkel. RSI & MACD deuten ebenso in Richtung Schwäche!

Können wir hingegen die 9.430/9.300 verteidigen wäre weitere Ziele auf der Oberseite 9.600, die 9.820 – wo eine Stabilisierung einsetzen würde – und die 10.100 und 10.340, wo die Bullen den DAX nochmals gerettet hätten.

Momentan deutet vieles auf das bärische Szenario!

Am Ende folgt noch der Blick zum Tageschart, der am Freitag ein gigantisches Gap von 900 Punkte gerissen hat und dieses nicht mehr schließen konnte. Im Xetra-DAX ist auch das sehr hohe Volumen zu erkennen, welches den bärischen Abschluss noch bestätigt. Direkt vom 61,8-er Retracement (wichtiger Widerstand) ging es zur Schlüsselunterstützung bei 9.330 (23,6-er Retracement), von der man sich auch nicht mehr richtig absetzen konnte. Der Tageschart ist nun stark bärisch angehaucht und es droht ein niedriger Start, wo schnell Ziele um 9.000, 8.700 und 8.200/.300 aktiviert werden.

Eine Stabilisierung oberhalb der 9.300 würde obere Ziele um 9.750, 9.850 und 10.080 ermöglichen. Oberhalb der 9.800 nimmt die Gefahr auf der Unterseite wieder ab. Momentan deutet mehr auf weitere Schwäche. Die Kerze im Xetra-Tageschart stellt zudem so gut wie nie einen Wendepunkt dar, sondern weist den Weg zu weiteren Tiefpunkten.

Es folgt noch kurze Blick zum US-Markt, welcher am Freitag ebenso stark abgeben musste. Im Dow Jones wurde der GD100 unterschritten und der GD200 getestet. Unterhalb der 17.250 folgt ein weiteres ernstes Verkaufssignal, welches Ziele über die 17.150, 16850 zur 16.500 ermöglichen könnte. Im Wochenchart bildete der GD100 um 17.400 zuletzt einen wichtigen Support. Dieser wurde, ebenso wie das mittlere Bollinger um 17.440, nun deutlich verletzt. Im bärischen Fall startet man unterhalb der 17.440 und bildet dort bereits den Hochpunkt. Bei 16.260 verläuft aktuell der GD200.

Der Vorreiter – die Nasdaq – musste den GD100 und GD200 per Gap überspringen und aktiviere zudem noch ein Doppeltop. Trifft diese Vorreiterrolle abermals zu? Dann wären wir in der aktuellen Abwärtsbewegung erst auf halber Strecke…

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Letztes Update am: 26. Jun 2016 @ 14:53

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