“Die Luft nach oben scheint sehr begrenzt. Ähnlich wie zur Vorwoche könnte bereits am Montag der Wochenhochpunkt gesetzt werden. Die Wochenrange könnte daher von .670/.700 zur .480/.400 verlaufen. Außerhalb dieser Marken würde es neue Signale geben.”

In der vergangenen Woche gab es erneut nur eine enge Handelsspanne ohne größere charttechnische Signale. Sie erstreckte sich von 11.492 zur 11.694. Der Start in die kommende Woche dürfte ähnlich verlaufen, da wichtige Termine erst zur 2. Wochenhälfte zu erwarten sind. Am Donnerstag darf sich Draghi bei der turnusmäßigen EZB-Ratssitzung zur neuen Inflationsprognose äußern und am Freitag wird mit Trump der neue US-Präsident vereidigt. Seine erste offizielle Rede dürfte an der Wall Street besonderes Gehör finden. Ebenso findet am Freitag der Kleine Verfallstermin statt. Im Wochenverlauf veröffentlichen weitere Unternehmen ihren Quartalsbericht.

Anbei die Positionierungen an der Terminbörse für den Verfallstermin am Freitag.

Blicken wir auf unsere Chartreihe im DAX; beginnend mit dem DAX Monatschart. Aufgrund der nahezu unveränderten Handelswoche, hat sich der Monatschart auch kaum bewegt. Das obere Bollingerband wurde nun fast komplett angelaufen und dürfte auch in der kommenden Woche eine wichtige Begrenzung darstellen. Der Rebound zur Ausbruchzone bleibt weiterhin offen. Falls die aktuelle Monatskerze klein ausfällt, könnte der Februar diesen Part übernehmen. Das mittlere Bollingerband verläuft aktuell bei 10.500.

Zoomen wir weiter in den DAX Wochenchart, wo abermals nur eine sehr kleine Wochenkerze ausgebildet werden konnte. Der Aufwärtstrendkanal von Juni konnte auf der Oberseite getestet werden. In der kommenden Woche rückt diese steigende Trendlinie Richtung 11.750 (passend zum oberen Bollinger im Monatschart). Darüber befinden sich weitere eingezeichnete horizontale Widerstände. Vorsicht wäre geboten, wenn dieser Trendkanal dynamisch übersprungen wird. Die Positionierungen für den Kleinen Verfall würden bis Freitag Mittag jedoch dagegen sprechen. Auf der Unterseite bilden übergeordnet die 11.400/.480 einen ersten wichtigen Support, welcher bei Bruch den Weg zur 11.000 ebnen könnte. Das Zwischenhoch könnte dann gesetzt sein.

Im Wochenchart könnte sich somit eine erste Wochenrange von .650 zur .480/.400 abzeichnen. Oberhalb der .650 könnte im Trendkanal noch ein Anstieg zur .750 erfolgen. Außerhalb dieser Marken würden neue Signale erzeugt werden.

Das mittlere Bollingerband verläuft aktuell bei 10.830 (nahe Ausbruchzone). Der GD100 bei 10.620 und der GD200 bei 9.890.

Schauen wir noch zum Tageschart und 60-Minutenchart. Der kleine Aufwärtstrendkanal und die Überschneidung zum horizontalen Widerstand sind auch in diesen Chartbildern gut zu erkennen. Die Oberseite des Trendkanals verläuft in der kommenden Woche bis zur 11.750. Auf der Unterseite konnte das mittlere Bollingerband um 11.520 bisher gut stützen und den DAX in eine flache Konsolidierung zwingen. Der RSI hätte dadurch auch wieder etwas neue Kraft getankt. Ein ähnliches Muster wie zum Jahresstart wäre daher für die 2 Wochenhälfte technisch klar machbar. Der DAX könnte somit an den ersten Handelstagen langweilig oberhalb vom m. Bollinger rangieren und zum Wochenschluss (Freitag Nachmittag) noch einen Sprung zur oberen Begrenzung bei .750 hinlegen. Draghi und Trump müssten dafür jedoch irgendwas sinnvolles für die Börsen liefern. Auf der Unterseite gibt es erste Warnsignale, wenn das mittlere Bollingerband nachhaltig unterschritten wird. Die 11.480 & 11.400 bilden dann einen wichtigen Rettungsanker und würden bei Bruch den DAX wohl in die Korrektur Richtung Ausbruchszone schicken. Der GD100 tangiert genau diese aktuell bei 10.823. Der GD200 verläuft synchron mit der unteren Trendkanalbegrenzung bei 10.455. Ein potentielles Ziel für ein “Panikszenario”.

Im kleineren Chartbild deutet sich somit eine erste Wochenrange zwischen .650 und .520 an. Auf Oberseite könnte diese zum Wochenschluss auf .750 erweitert werden. Auf der Unterseite muss die .400 halten. Zum Wochenschluss wird vermutlich Dynamik aufkommen und die enge Range aufsprengen. Trump wird wohl entscheiden wohin dieser Sprung erfolgen wird. Ein Verharren innerhalb des Trendkanals könnte Potenzial bis klar unter die 11.000 ermöglichen.

Blicken wir noch zum US-Markt, wo der Dow Jones nun schon seit 4 Wochen unterhalb der 20.000-er Marke verharrt. Eine Entscheidung wäre in der kommenden Woche fällig. Im Tageschart konnte der RSI den überkauften Bereich hoch konsolidieren. Im Wochenchart gibt es im MACD hingegen eine erste bärische Divergenz. Der Ausbruch aus der Zone 19.800/ 20.000 dürfte dynamisch erfolgen und direkt einen 200-Punktesprung ermöglichen. Wohin dieser Sprung erfolgt, kann wohl nur Trump beantworten… Der GD100 (18.850) & GD200 (18.440) sind mittlerweile sehr weit vom Kursverlauf entfernt und wären ein lukrativen Ziel für eine Korrektur.

In der aktuellen “Trump-Rally” wurde nun schon viel von Trump`s Versprechen eingepreist. Er müsste also nochmal gut auftrumpfen; auch wenn es im späteren Verlauf eh nicht zu halten/ umzusetzen wäre. Anzumerken bleibt, dass die Honeymoon-Rallys nach der Präsidentenwahl ihren Verfallstag häufig in der Zeit der Vereidigung gefunden haben. Ende der Versprechen – Zeit des Handelns. Der Hochpunkt sollte in der neuen Woche gesetzt werden, falls dieses Muster erneut Anwendung finden soll.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!

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