DAX: Dieses Hindernis ist zu groß

Der DAX konnte in der vergangenen Handelswoche keinen neuen Hochpunkt anlaufen und musste die Woche leicht schwächer beenden. Dies ist insbesondere interessant, da die US-Indizes seit 6 Wochen steil nach oben marschieren und der DAX nur mit angezogener Handbremse folgen kann und an ersten untergeordneten Widerständen bereits scheitert. Ein Grund könnte u. a. der Februar-Verfallstermin am 15.02. sein, welcher ab der 11.200 bereits sehr deutliche Positionierungen aufweist. Ein Abrechnungskurs oberhalb ist als sehr unwahrscheinlich anzusehen. Bei einer bald einsetzenden Gegenbewegungen an den US-Börsen, dürfte der DAX nicht drum herumkommen ein neues Verkaufssignal zu generieren.

Positionierungen für den Verfallstermin Februar – stockstreet.de

Blicken wir auf unsere Chartreihe, beginnend beim Big Picture im DAX Monatschart (jede Kerze stellt einen Monat dar), wo der DAX den Hausse-Aufwärtstrend von 2009 nach unten verlassen hat und seitdem den Bullenmarkt korrigiert. Im Januar konnte die neutrale Monatsspanne vom 10.570 beim 61,8-er Retracement der 2016-er Bewegung und dem 23,6-er Retracements (Haussevewegung) bei 11.230 durchlaufen werden. Eine Etablierung oberhalb der 11.200 könnte weiteres Erholungspotential zur 11.500/.720 ermöglichen. Bei Schwächetendenzen an der 11.200 muss ein Rücksetzer Richtung 10.800 und nachfolgend der .570 eingeplant werden. Unterhalb der .570 trübt sich das Chartbild wieder ein und ein neues Jahrestief wird wahrscheinlich.

DAX Monatschart

Bonus: Was wäre ein gutes Ziel für den Bärenmarkt? (Version 23.12.2018)
Bei der Annahme, dass der DAX an der Supportzone 10.2/10.5 eine deutliche Zwischenerholung Richtung SKS-Nackenlinie (siehe Grafik) einleiten kann, wäre für die erste Jahreshälfte 2019 mit einer weiteren starken Abwärtswelle zu rechnen. Um 9.750 würden im Monatschart der sma100 und das 38,2-er Retracement der Haussebewegung verlaufen und einen wichtigen und starken Support darstellen. Untergeordnet wäre in dieser Zone zusätzlich ein rechnerisches Ziel der aktiven SKS-Formation, sowie die Unterkante eines steigenden Trendkanals aus 2013 zu finden. Viele wichtigen Unterstützungen werden sich somit in dieser Zone treffen. Ein Anziehungspunkt für die Bären, aber auch ein interessanter Buy-Trigger für die Bullen.
Best-Case/ Worst-Case: Im Best-Case-Szenario kann der DAX bereits an der 10.2 wieder nach oben nachhaltig abdrehen. Im Worst-Case-Szenario kann die 9.750 nicht verteidigt werden und die Zone 8.700/8.300 würde in den Fokus rücken. (Kompletter Artikel)

DAX Tageschart seit 2013 – Identische Supportzone, wie im großen Monatschart

Zoomen wir weiter in den DAX Wochenchart, wo der DAX nach Test der Supportzone 10.2/10.8 eine starke Erholungsbewegung einsetzte. In den letzten beiden Handelswochen konnte der ema200 (.350) und das m. Bollingerband (.310 fallend) getestet und nicht überwunden werden. Unterhalb droht eine vorzeitige Gipfelvollendung und das Auslassen der Reboundbewegung zur fallenden SKS-Nackenlinie knapp über der 11.500.

Oberhalb der 11.350 könnte der DAX noch Erholungspotential Richtung 11.500 ausschöpfen. Dort verläuft die fallende SKS-Nackenlinie und der sma200. Unterhalb wäre eine neutrale Handelsspanne zur 11.000 (23,6-er Retracement Jahrestief zu Allzeithoch) und nachfolgend zum alten Oktober-Abwärtstrend, welcher in der kommenden Woche bei knapp 10.830 verlaufen wird. Darunter droht eine erneute Eintrübung Richtung .570.

Kurzum: Die 11.350 bleibt weiter der Dreh- und Angelpunkt. Oberhalb bietet sich noch eine Spanne zur 11.500 an. Unterhalb droht die 11k und 10.830. Die Bullen hatten nun mehrere Steilvorlagen ausgelassen. Es droht ein Angriff der Bären.

DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart – vereinfachte Darstellung

Blicken wir abschließend noch auf das kleinere Chartbild im DAX Tageschart (Future & Xetra), wo jede Kerze einen Tag darstellt. Der Dezember-Aufwärtstrend im Xetra-DAX wurde in der vergangenen Woche verlassen. Abwärtsdynamik konnte jedoch nur bis zur Suppportzone um 11.050 aufkommen, da die US-Indizes weiter zulegen konnten und den DAX stabil hielten. Ein erster neutraler Wochenstart wäre wieder in der Spanne .270/.220 – 11.050/11k zu erwarten (Zwischenmarke .120). Oberhalb der .270 könnte der DAX nochmal einen Angriff über die .310 zur .350 wagen. Erst darüber würden die bereits angesprochenen weiteren Widerstände in den Fokus rücken. Unterhalb der 11k dürfte das Gap bei 10.930 zügig geschlossen werden. Ein Test des alten Oktober-Abwärtstrends bei .830 (fallend) wäre dann wieder zu erwarten. Unterhalb droht die Eintrübung über die .720 erneut zur .570.

DAX Tageschart – Future
DAX Tageschart – Xetra

Der Marktüberblick im Video:

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Handelswoche.

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