Der DAX konnte sich in meiner Abwesenheit auf neuem Allzeithochniveau stabilisieren und damit sämtliche Störfaktoren (Deutschland vor Rezession, weiterer Einbruch der deutschen Industrieaufträge, Coronavirus…) ignorieren. Es ist die Hoffnung, dass die Notenbanken der Welt weiter fest an der Druckerpresse (das Virus muss als Argument herhalten) stehen werden und jedes neues Risiko somit zur Hoffnung auf weitere Geldgeschenke verdrehen. Die FED hatte in der vergangenen Woche angekündigt die täglichen Stützungen am US-Repo-Markt über die ganze erste Jahreshälfte auszudehnen, allerdings soll der Umfang stückchenweise verringert werden; trotz der ungebrochen hohen Nachfrage. Die Märkte erhoffen sich mehr.

Das nachfolgende Chartbild zeigt das übergeordnete Bild im DAX. In der Grafik ist der Index seit Ende der 90-er Jahre dargestellt. Er bewegt sich seit dem in einem steigenden Keil und eine Korrektur seiner Aufwärtsbewegung von 2009 wäre weiterhin überfällig. Auf Allzeithochniveau überwiegen die Chancen die obere Keilbegrenzung nochmal direkt anzusteuern.

Der DAX seit über 20 Jahren im steigenden Keil

In der zweiten Grafik sehen wir den S&P500 seit 1990. Die Dimension der Anstiegsbewegung bis zur Dotcom-Bubble 2000 wäre um 3.500 nochmals exakt nachgebildet worden.

Der S&P500 seit 1990. Die Dimensionen der jeweiligen Ausprägungen ähneln sich.

Die neue Handelswoche dürfte ruhiger beginnen, da die Wall Street feiertagsbedingt das eigene Wochenende verlängert. Neben dem ZEW-Index (Dienstag) dürften die Notenbankprotokolle der EZB (Donnerstag) & FED (Mittwoch) auf Interesse stoßen. Freitag folgen die neuen Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe und der kleine Verfallstermin.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen
    • Japan BIP Q4
    • Japan Industrieproduktion Dezember
  • Dienstag:
    • BRD ZEW-Konjunkturerwartungen Februar
    • Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen Februar
    • USA Empire State Manufacturing Index Februar
  • Mittwoch:
    • USA Erzeugerpreise Januar
    • USA Baugenehmigungen Januar
    • USA FED Sitzungsprotokoll
  • Donnerstag:
    • BRD GfK-Konsumklima März
    • Eurozone EZB Sitzungsprotokoll
    • USA Philadelphia-Fed-Index Februar
    • Eurozone Verbrauchervertrauen Februar
  • Freitag:
    • Kleiner Verfallstag
    • Japan Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar
    • BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar
    • Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar
    • BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar
    • USA Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar

Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX hangelte sich seit November an der Oberkante des 2019-er Trendkanals entlang; ohne diesen nachhaltig zu überwinden. Der Monatsabschluss Februar könnte ein nachhaltiges Signal erzeugen.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum übergeordneten Chartbild. Der DAX durchlief im vergangenen Jahr mehrfach einen steigenden Trendkanal und hangelt sich nun seit 4 Monaten an der Oberkante entlang, welche dank mehreren Verbindungspunkten zwei Zeichnungen (.660/.830) in diesem Monat ermöglicht. Ein Ausbruch darüber würde die Tür zur 14k und anschließend 14.5 öffnen. Auf der Unterseite bilden die Vormonatstiefpunkte (12.897/12.887) einen ersten wichtigen übergeordneten Support. Unterhalb droht die Gipfelvollendung und der Weg Richtung Trendkanalunterkante. Interessanter Aspekt. Der letzte Test der Trendkanaloberkante im Sommer 2019 umfasste auch 4 Monate.

Zusammengefasst für das große Bild im Monatschart.

  • Der DAX hangelt weiter an der Trendkanaloberkante entlang.
  • Widerstände: 13.800/.830 > 13.910 > 14k > 14.330
  • Unterstützungen: 13.660/.640 > 13.425/.375 > 13.230 > 13k > 12.887 > 12.660 > 12.450 > 12.300 > 12.230/.110 > 11.850 > .600 > .300 > 10.8/10.3
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Zoomen wir in den Wochenchart, wo der DAX seit November als Underperformer zum US-Markt an der Oberkante Trendkanal entlang pendelte. Vor 2 Wochen konnte die wichtige Supportzone aus Vormonatstiefpunkte und dem mittleren Bollingerband verteidigt werden. Die Range zur Oberkante des Trendkanals bleibt somit bestätigt.

In der neuen Handelswoche könnte durch die direkte Nähe zur Widerstandszone und auch durch den Verfallstermin am Freitag, der Aufwärtsdruck etwas herausgenommen werden. Eine erste neutrale Wochenrange könnte so zwischen .680 – .745 – .790 – .820/.830 ausgebildet werden. Oberhalb dürfte ein Spike zur 13.910 erfolgen. Unterhalb folgt eine Eintrübung über die .640/.560 zur .475/.445. Darunter würde sich die Spanne zur 13.150/.100 wieder eröffnen.

Zusammengefasst für das Bild im Wochenchart.

  • Der DAX wieder an der Trendkanaloberkante. Widerstand und Verfallstermin könnten den DAX ausbremsen.
  • Widerstände: 13.745 > 13.790 > 13.820/.830 > 13.910 > 14k
  • Unterstützungen: 13.680/.640 > 13.560 > 13.475/.445 > 13.375 > 13.150 > 13.085 > 13k > 12.950 > 12.887 > .760 > .660 > .565 > .325 > .200 > 11.950/.850
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen. Der DAX dürfte vermutlich sehr abwartend in die neue Woche starten (sofern kein neuer Impuls gesetzt wird) und bereits eng eingegrenzt sein. Auf der Oberseite die steigenden Begrenzungslinien um .800 und .820. Auf der Unterseite die .750 und .700, gefolgt von der .640. Das mittlere Bollingerband um .430 (steigend) stellt einen wichtigen Support auf Wochensicht dar. Darunter würde sich das Bild wieder Richtung 13k eintrüben.

Die Seitwärtsrange an der Trendkanaloberkante entlang lässt sich in folgende Bereiche untergliedern: 12.900/13k > 13.400 und 13.400 – 13.640/.830. Die kleinen Tageskerzen sollten zudem nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei starken Impulse diese Spannen sehr zügig durchlaufen werden können.

Zusätzlich relevante Marken im Tageschart.

  • Widerstände: 13.745 > 13.800/.820 > 13.860 > 13.910
  • Unterstützungen: 13.700 > 13.660/.640 > 13.600/.550 > 13.500 > 13.430/.390 >13.320 > 13.200 > 13.070/.050 > 13.005 > 12.982 > 12.947 > .887 > .710 > .660 > .580 > .512/.495 (Gap) > .460 > .241/.203 (Gap)

Die Analyse im Detail, sowie zusätzliche Informationen, gibt es wie immer im Video am Ende des Beitrags. 

Xetra-DAX Tageschart

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Der Marktüberblick im Video:

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