DAX-Ausblick: Die Luft wird sehr dünn

Der DAX bewegte sich in der vergangenen Handelswoche innerhalb der neutralen Wochenspanne. Durch den schwächeren Start wurde die Tür zur Support- und Reboundzone um 11.000 geöffnet, allerdings konnte der DAX diesen Rebound erst am Freitag per Gap Richtung anvisierter Widerstandszone 11.330/.350 vollziehen. Ein neues Signal konnte somit nicht erzeugt werden. Der DAX, aber auch die US-Indizes, haben mittlerweile fast die maximale Ausdehnung der Erholungsbewegung erreicht. Die Luft wird für die Bullen zunehmends sehr dünn und speziell die kommende Woche könnte mit ihren Ereignissen einen entscheidenden Impuls setzen. Es wird abermals eine Brexit-Abstimmung erwartet, die FED wird ihre erste Sitzung in diesem Jahr abhalten, der US-Arbeitsmarktbericht wird veröffentlicht und viele Schwergewichte im US-Markt werden ihre Quartalsberichte präsentieren.

Blicken wir auf unsere Chartreihe, beginnend beim Big Picture im DAX Monatschart (jede Kerze stellt einen Monat dar), wo der DAX den Hausse-Aufwärtstrend von 2009 nach unten verlassen hat und seitdem den Bullenmarkt korrigiert. Der Start in den Januar erfolgte direkt an der wichtigen 10.570 beim 61,8-er Retracement der 2016-er Bewegung und innerhalb der Vormonatskerze. Eine Etablierung oberhalb sollte übergeordnet die Widerstände und Retracements bei 11.150/.230 in den Fokus rücken, welche in der vergangenen Woche nun erreicht werden konnten. Diese Zone ist auf Monatsschlussbasis im Januar relevant! Oberhalb könnte die Erholung Richtung .400/.500 fortgesetzt werden. Darüber wäre auch das Retracement bei .730 zu nennen. Unterhalb der 10.570 würde das Bild im DAX wieder kippen und neue Tiefpunkte werden wahrscheinlich.

Der DAX konnte im Januar somit seine neutrale Monatssspanne durchlaufen. Ein Monatswechsel (Donnerstag/ Freitag) oberhalb der .230 dürfte den DAX im Februar noch etwas höher treiben. Unterhalb wäre erneut ein empfindlicher Rücksetzer unter die 11k zu erwarten.

DAX Monatschart

Interessanter Aspekt: Die Positionierungen für den Verfallstermin im Februar sind bereits oberhalb der 11.2 sehr dominant ausgeprägt und sprechen nicht für eine nachhaltige Fortführung der Rally.

Positionierungen für den Verfallstermin Februar – stockstreet.de

Bonus: Was wäre ein gutes Ziel für den Bärenmarkt? (Version 23.12.2018)
Bei der Annahme, dass der DAX an der Supportzone 10.2/10.5 eine deutliche Zwischenerholung Richtung SKS-Nackenlinie (siehe Grafik) einleiten kann, wäre für die erste Jahreshälfte 2019 mit einer weiteren starken Abwärtswelle zu rechnen. Um 9.750 würden im Monatschart der sma100 und das 38,2-er Retracement der Haussebewegung verlaufen und einen wichtigen und starken Support darstellen. Untergeordnet wäre in dieser Zone zusätzlich ein rechnerisches Ziel der aktiven SKS-Formation, sowie die Unterkante eines steigenden Trendkanals aus 2013 zu finden. Viele wichtigen Unterstützungen werden sich somit in dieser Zone treffen. Ein Anziehungspunkt für die Bären, aber auch ein interessanter Buy-Trigger für die Bullen.
Best-Case/ Worst-Case: Im Best-Case-Szenario kann der DAX bereits an der 10.2 wieder nach oben nachhaltig abdrehen. Im Worst-Case-Szenario kann die 9.750 nicht verteidigt werden und die Zone 8.700/8.300 würde in den Fokus rücken. (Kompletter Artikel)

DAX Tageschart seit 2013 – Identische Supportzone, wie im großen Monatschart

Zoomen wir weiter in den DAX Wochenchart, wo die Supportzone 10.2/10.8 wieder klar überwunden und mit überschreiten der 11k ein kleines Kaufsignal erzeugt werden konnte. In der vergangenen Woche konnte der neue Support bei 11k angelaufen und verteidigt werden. Die neutrale Spanne reichte bis zur 11.330/.350, wo u.a. das mittlere Bollingerband und der ema200 verlaufen. Dieser Widerstand wird auch in der neuen Handelswoche eine wichtige Zone darstellen. Oberhalb wäre nach der .390 erst um die .490 (sma200) die nächste größere Widerstandsmarke, wo auch die übergeordnete Reboundmarke (siehe Chartbild: Ziel für den Bärenmark) verläuft. Falls der DAX die .350 nicht überwinden kann bzw. sogar bereits an der .270 scheitert, könnte direkt eine bärische Woche eingeleitet werden. Mit einigen kleinen Zwischenmarken wäre dann abermals ein Rutsch zum 23,6-er Retracement (Bewegung Allzeithoch > Vorjahrestief) bei 11k zu erwarten. Ein Gap-Close bei 10.930 wäre oberhalb der alten Oktober-Abwärtstrendlinie noch möglich. Unterhalb würde ein Verkaufssignal auf Wochensicht erfolgen und die 10.870/.830/.780 könnten bereits zeitnah angesteuert werden.

Kurzum: Die 11.350 entscheiden den weiteren Verlauf. Oberhalb bietet sich eine Spanne zur 11.490 an. Unterhalb droht eine bärische Woche, wo durchaus die Vorwochenspanne mit neuem Signal nach unten durchbrochen werden kann.

DAX Wochenchart

Blicken wir abschließend noch auf das kleinere Chartbild im DAX Tageschart (Future & Xetra), wo jede Kerze einen Tag darstellt. Der DAX riss am Freitag abermals ein Aufwärts-Gap und konnte damit fast das 2. Abwärts-Gap aus dem Dezember schließen. Solche Gap-Folgen mit kleinen Tageskerzen bilden gerne den Abschluss einer Bewegung und können als Warnsignal verstanden werden. Auf der Oberseite bilden die sma100 und ema100 zwischen .320 und .390 erste stärkere Widerstände, gefolgt von der bereits erwähnten wichtigen Zone um .490. Ohne überwinden des Vorwochenhochs könnte direkt bärische Schwäche einsetzen. Die .220/.150 bilden dann erste Anlaufmarken. Unterhalb folgt die Eintrübung zur 11.040/11k/10.930 und darunter sogar ein Verkaufssignal über die .870/.830 zur .770.

DAX Tageschart – Future
DAX Tageschart – Xetra

Der Marktüberblick im Video:

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Handelswoche.

Allgemeiner Hinweis:

Unter Tagesanalysen und Live-Analysen/ Trading-Chat werden ihr auch tagsüber stets aktuell informiert. Bitte beachtet auch die Live-Trading-Gruppe. Volle Einsicht erhalten jedoch nur registrierte Mitglieder der Seite. Hier kostenlos anmelden.

Sämtliche Bereiche und Funktionen (Bsp: E-Mail Service) stehen euch zu 100% kostenlos zur Verfügung. Bitte beachtet daher auch die Werbepartner. Danke.

Möchtet ihr die Trades der Profis kostenlos & vollautomatisch nachbilden?


Trading birgt Risiken. Riskieren Sie nur Kapital, dessen Verlust Sie verkraften können. Eine Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt nicht auf zukünftige Ergebnisse schließen. Diese Hinweise sind nur für Ausbildungszwecke gedacht und sind keine Anlageberatung. Bitte beachten Sie auch unseren Disclaimer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.