DAX-Ausblick: Welches großes Ziel haben die Bären?

Der DAX befindet sich mitten in der Korrektur der starken Hausse von 2009. Ich möchte mich, bevor ich mich bis zum 03.01.19 in die Weihnachtsferien verabschiede, der Frage widmen, welche Zielzone die Bären in dieser Korrektur ansteuern könnten.

Im Jahr 2018 bildete der DAX eine große SKS-Umkehrformation (Schulter-Kopf-Schulter-Formation) aus und aktivierte diese im Herbst. Seitdem setze eine Beschleunigung der Abwärtsbewegung ein und die erste große Supportzone 10.2/10.5/10.8 wurde direkt angesteuert. Da der Retest der SKS-Nackenlinie bisher noch nicht erfolgte, würde sich an der aktuell getesteten starken Supportzone eine erste deutliche Zwischenerholung bis an die genannte Nackenlinie der Umkehrformation anbieten. Anschließend muss nach bärischem Abpraller an der Nackenlinie eine weitere starke Abwärtswelle eingeplant werden, die bis in die Zielregion des Bärenmarktes führen dürfte. Das 1. und 2. Quartal 2019 könnte somit noch ein schwieriges Umfeld für die Anleger darstellen.

Welches Ziel könnten die Bären nun anvisieren?

Schauen wir dafür zuerst auf das große Chartbild im DAX Monatschart (jede Kerze stellt einen Monat dar), wo übergeordnet zwei Marken in den Blickpunkt rücken. Das 38,2-er Retracement aus der Haussebewegung 2009 bei knapp 9.750 und der GD100 (sma100) bei aktuell 9.550. Der sma100 ist ansteigend und dürfte im Q1/Q2 2019 das 38,2-er Retracement schneiden und um 9.750 einen starken Kreuzsupport bilden. Im zeitlich großen Chartbild wäre die 9.750 somit eine wichtige Unterstützung im 1. Halbjahr 2019.

DAX Monatschart

Blicken wir nun auf das kleinere Chartbild im DAX Tageschart (jede Kerze stellt einen Tag dar), ob die oben genannte wichtige Supportzone auch auf dieser Zeitebene Beachtungen finden wird. Der erste Blick fällt natürlich auf die aktive SKS-Formation, welche nun ein offenes rechnerisches Ziel (Dimension oberhalb der Nackenlinie wird auch unterhalb der Linie nachgebildet) ansteuern dürfte. Im Bezug auf die SKS-Formation gibt es zwei Betrachtsmöglichkeiten, welche auch genauso unterschiedlich in der Fachpresse kommuniziert wird. Im Chartbild 1 wird die SKS-Nackenline schlicht horizontal bei 11.850 eingezeichnet und es würde sich ein rechnerischeres Ziel bis knapp unter die 10.2 ergeben. Im Chartbild 2 erfolgt die Zeichnung der Nackenlinie genau an den beiden Tiefpunkten der Formation; an der Region Schulter/ Nacken. Meiner Meinung nach die saubere und bessere charttechnische Zeichnung mit zusätzlich mehreren bestätigenden Berührungspunkten. Es ergibt sich eine fallende Nackenlinie und damit ein größeres Abwärtspotential für den DAX, da das rechnerische Ziel dann bei knapp 9.750 (siehe wichtige Unterstützungen im Monatschart) zu finden wäre. Im Q1/Q2 2019 würde in dieser Zone zusätzlich die Unterkante eines Trendkanals von 2013 verlaufen und nochmals diesen Support verstärken.

Chartbild 1 mit horizontaler Nackenlinie der SKS-Formation
Chartbild 2 mit fallender Nackenlinie der SKS-Formation

Zusammengefasst:

Bei der Annahme, dass der DAX zwischen 10.2/10.5 eine deutliche Zwischenerholung einleiten kann, wäre für die erste Jahreshälfte 2019 mit einer weiteren starken Abwärtswelle zu rechnen. Um 9.750 würden im Monatschart der sma100 und das 38,2-er Retracement der Haussebewegung verlaufen und einen wichtigen und starken Support darstellen. Untergeordnet wäre in dieser Zone zusätzlich ein rechnerisches Ziel der aktiven SKS-Formation, sowie die Unterkante eines steigenden Trendkanals aus 2013 zu finden. Viele wichtigen Unterstützungen werden sich somit in dieser Zone treffen. Ein Anziehungspunkt für die Bären, aber auch ein interessanter Buy-Trigger für die Bullen.

Ergänzungen zum Intermarket:

Die US-Indizes verfügen über ein noch größeres Korrekturpotential und dürften ein Belastungsfaktor für den DAX darstellen. In den vergangenen zwei Wochen konnte der DAX jedoch bereits mit einer Outperformance zum US-Markt punkten. So verlor der Dow seitdem doppelt so stark wie der DAX. Dies könnte sich im neuen Jahr fortsetzen und der Deutsche Leitindex würde den US-Börsen dann nur noch mit angezogener Handbremse folgen und könnte so am erwähnten Ziel bereits abdrehen.

Best-Case/ Worst-Case:

Zu guter Letzt der Blick auf die „was-wäre-wenn“-Möglichkeiten. Im Best-Case-Szenario kann der DAX bereits an der 10.2 wieder nach oben nachhaltig abdrehen. Im Worst-Case-Szenario kann die 9.750 nicht verteidigt werden und die Zone 8.700/8.300 würde in den Fokus rücken.

Ich wünsche allen Lesern eine besinnliche Weihnacht und einen guten Rusch ins das neue Jahr!

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