Eine Woche zum Verschnaufen?

In der vergangenen Woche war ordentlich Bewegung an den Märkten zu verspüren. Direkt zum Start wurde per Gap die Tür Richtung 11.950 aufgeschlagen und der DAX hatte Mühe in dieser Zone eine Bodenbildungsphase einzuleiten. Die kommende Handelswoche könnte nun für eine Verschnaufpause genutzt werden. Diese bietet sich nicht nur aus charttechnischer Sicht an, sondern auch durch die Positionierungen zum Verfallstermin am kommenden Freitag um 13 Uhr. Im normalen Marktumfeld (ohne starken negativen Impuls) ist es als sehr unwahrscheinlich anzusehen, dass am Freitag unterhalb der 12.000-er Marke abgerechnet wird. Selbst die starken Positionierungen um 12.600 würde ich noch nicht abschreiben. Im Idealfall bildet der DAX in der kommenden Handelswoche somit keinen neuen Tiefpunkt aus, sondern verweilt in einer Seitwärtsrange.

Positionierungen zum Verfallstermin – stockstreet.de

Blicken wir auf unsere Chartreihe, beginnend beim Big Picture im DAX Monatschart, wo der Aufwärtstrend von Juni 2016 verlassen wurde. Die zurückhaltende Monatskerze Januar (mit Fehlausbruch Allzeithoch) hatte bereits für den Februar einen Schwächephase angedeutet. Ein weiterer Tiefpunkt war wahrscheinlicher, als ein weiterer Hochpunkt. Nun folgte dieser Tiefpunkt bereits direkt zum Monantsbeginn und der Index fiel bis auf das mittlere Bollingerband bei 11.950 zurück, wo eine erste wichtige Stabilisierung gelingen könnte. Zum Monatsabschluss in knapp 2 Wochen werden nun 2 Marken wichtig . Das 23,6-er Retracement der Aufwärtsbewegung seit Februar 2016, welches einen übergeordneten Support mit dem alten Allzeithoch (AZH) bei 12.396 bildet und das m. Bollingerband  bei 11.950. Ein klare Verteidigung zum Monatswechsel könnte für den März bereits etwas Entspannung andeuten. Unterhalb des 23,6-er Retracement würde sich jedoch ein weiterer Tiefpunkt in den Vordergrund rücken, welcher das 38,2-er Retracement (11.750) oder auch den Aufwärtstrend der 2009-er Hausse bei knapp 11.500 als Ziel haben dürfte. Die aktuelle Monatsspanne könnte mit Test des m. Bollinger nun bereits durchlaufen sein.

DAX Monatschart

Zoomen wir weiter in den DAX Wochenchart, wo der Index unterhalb der .670 einen zügigen Rutsch zur 12.000-er Marke erlebt hat, bevor zum Turnaround Tuesday eine kleine Erholungsbewegung einsetzte. Die nun ausgebildete Wochenkerze mit langer Lunte deutet auf eine ruhigere kommende Handelswoche hin. In diesem Fall wird der Support bei 11.870/.950 gar nicht mehr angelaufen, sondern es bildet sich direkt eine Insideweek (Wochenkerze innerhalb der Vorwochenkerze) aus. Eine erste wichtige Widerstandszone stellt die 12.620/.670 dar, wo auf Wochensicht auch das Wochenhoch ausgebildet werden kann. Darüber wäre auch noch ein Spike Richtung 12.800 möglich. Unterhalb der genannten Supportzone folgt hingegen ziemlich zügig der Test der 11.650 (GD100). Aktuell in meinen Augen nicht favorisiert.

DAX Wochenchart

Blicken wir anschließend zum DAX Tageschart (Future & Xetra), wo der GD200 scharf und mit hohem Volumen unterschritten wurde. Dies stellt eine signifikante Eintrübung im Chartbild dar, die so schnell nicht umgekehrt werden kann. Eine längere Bodenbildungsphase, wo übergeordnet auch eine weitere Tiefpunkte folgen können, wäre definitiv einzuplanen. Mit Test der  Supportzone um 11.870/.950 wurde eine Marke erreicht, die als Verschnaufpause genutzt werden könnte. Der Xetra-DAX hat diese Zone noch nicht voll nachgebildet. Bei positiven Start wäre eine erste Spanne von 12.100 zur 12.390 zu erwarten, die auch direkt Richtung 12.620 & .670 fortgesetzt werden könnte. In dieser Zone drohen wieder kleine Abpraller und ein verweilen in der genannten Spanne. Oberhalb der Widerstandszone wären auch Spikes Richtung .750/.780 denkbar. Erst darüber würde sich das Bild etwas aufhellen.

Kurzum: Der DAX darf verschnaufen und es ist eine Seitwärtsrange innerhalb der Vorwochenspanne zu erwarten.

DAX Tageschart Future

DAX Tageschart Xetra

Bonuschart:

Der Dow Jones Monatschart seit der Hausse 2009. Es fiel zuletzt häufiger das Wort „Crash“ und der Schock & das Unverständnis über diese starken Abwärtsbewegungen wurde kundgetan. Im Chartbild habe ich euch den Crash von 2008/2009, sowie unseren aktuellen „Crash“ mal eingezeichnet. Entscheidet bitte selbst, ob diese Bewegung schon so schlimm war…

Dow Jones Monatschart – Crash?!

Marktüberblick im Video.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Handelswoche.

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