Archiv der Kategorie: Tagesanalyse

Von der Unter- zur Oberseite?

Der DAX konnte gestern den Support und damit die neutrale Spanne um 11.920 verteidigen. Die gestrige Tageskerze deutet heute weitere Zugewinne an, welche jedoch schnell ausgebremst werden könnten. Im DAX 60-Minuten- und Tageschart erkennen wir die Unterkante der Keilformation, welche heute deckelnd wirken könnten. Der erste Widerstand, wo direkt Schwäche auftreten dürfte, verläuft damit aktuell knapp oberhalb der 12.110. Von dort könnte der DAX einen direkten Abpraller zum mittleren Bollingerband um 12.010 hinlegen und eine enge neutrale Spanne halten. Darunter droht erneut ein Test der 11.920. Oberhalb der 12.110 wartet um 12.170 die Oberkante des Trendkanals. Bis zum US-Start dürfte der DAX wohl die enge neutrale Spanne halten.

Der Dow Jones konnte gestern am ersten Support seine anfänglichen Verluste gut minimieren. Daher wäre auch heute zunächst eine weitere positive Entwicklung wahrscheinlich. Unterhalb der .780 bleibt eine weitere Abwärtsbewegung jedoch wahrscheinlich. Unterhalb der .400 drohen weitere Abverkäufe. Im 60-Minutenchart erkennen wir einen fallenden Keil, welcher bei positiver Auflösung Ziele um die .700 ermöglichen dürfte, bevor wieder Schwäche eintritt. Innerhalb des Keil wäre das gestrige Tagestief zuvor eine Anlaufstation.

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Getrennte Wege…

In der vergangenen Woche mussten die US-Börsen im Gegensatz zum DAX mit stärkeren Abschlägen den Handel schließen. Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass Trump die großspurigen Versprechen nicht halten kann und wird. In den Fokus werden nun das US-Schuldenlimit rücken und gleichzeitig die Steuerpläne von Trump, welche natürlich „gigantisch“ und „fantastisch“ ausfallen werden. Ein deutlich dickerer Brocken, als die gescheiterte Gesundheitsreform. Der S&P500 hat mit einem KGV von 18,4 den höchsten Wert seit 1978 erreicht. Nur zur Tech-Blase war der Wert kurzzeitig höher. Der US-Markt ist somit wahrlich nicht mehr günstig; vielleicht auch ein Grund, warum sich der DAX in der vergangenen Woche klar besser halten konnte. Eine Korrektur im US-Markt könnte unser Leitindex nun wohl besser verkraften. Die Wahlen in Frankreich und der in der kommenden Woche startende BREXIT-Prozess könnten aber als Störfeuer die Kurse beeinflussen.

Schauen wir auf unsere Chartreihe, beginnend mit dem großen DAX Monatschart, wo in der kommenden Woche die Monatskerze März fertiggestellt wird. Der Quartalsschluss könnte traditionell auch zum Window-Dressing genutzt werden und den DAX damit stützen. Weiterhin haben die Bullen oberhalb der 11.400/.500 alle Vorteile in der Hand das Allzeithoch um 12.400 über die 12.220 kurzfristig zu erreichen. Unterhalb der 11.4 droht der Rücksetzer zur Ausbruchzone um 11.000/10.800. Das mittlere Bollingerband verläuft aktuell bei 10.585. In den nächsten Wochen & Monaten dürfte das m. Bollinger auch den Aufwärtstrend von 2009 tangieren und einen starken Support bilden. Kurse unterhalb dieser Zone würden das große Chartbild klar eintrüben und weitere Hochpunkte wären für Monate unwahrscheinlich (Bärenmarkt).

Ein Monatsschluss oberhalb des AZH wäre bullisch zu werten. Ein klarer Schluss darunter könnte für ein waagerechtes Dreieck, oder gar Doppeltop im DAX sprechen. Ein Test der Ausbruchregion um 10.800/11.000 wäre im kleinen Zeitfenster dann weiter wahrscheinlich.

Zoomen wir in den DAX Wochenchart, wo der DAX nahezu unverändert die Woche beenden musste. Die letzten beiden Wochenkerzen wurden zwar unterschritten, aber ein Verkaufssignal konnte auf Wochensicht aufgekauft & verhindert werden. Der DAX hangelt sich damit weiter an der Oberkante Trendkanal entlang, ohne ein neues Signal zu erzeugen. Der Support um 11.920 bildet in der kommenden Woche wieder eine erste wichtige Unterstützung. Von dort könnte der DAX erneut eine neutrale Spanne über die 12.120 bis knapp 12.170 einschlagen. Darüber gebe es Signale zur 12.220 und dann dem AZH. Allerdings dürfte die Oberkante Trendkanal weiter sehr deckelnd wirken. Eine erste Eintrübung setzt es, wenn die 11.920 unterschritten wird. Unterhalb der 11.780 droht über .720/.660 zudem der Test des mittleren Bollingerbandes und der wichtigen Supportzone um 11.500. Unterhalb der 11.425/.500 droht der Test der Ausbruchzone um 10.800/11.000.

Kurzum: Der DAX zwischen 11.920 & 12.120/.170 neutral und weiter im Buy-the-Dips-Modus entlang der Trendlinie.

Blicken wir noch auf den Tageschart und den 60-Minutenchart, wo die genannten Marken & Zwischenmarken noch besser zu erkennen sind. Der DAX hangelt sich weiter an der Oberkante Trendkanal entlang ohne einen nachhaltigen Durchbruch zu erzielen. Der untergeordnete steigende Keil wurde in der vergangenen Woche nach unten verlassen und hätte eigentlich ein rechnerischen Ziel um 11.500. Das Aufkaufen zum Wochenschluss führte jedoch nicht zurück in den Keil und somit bleiben die tiefere Ziele auch noch direkt möglich. Die untere Keilbegrenzung (aktuell knapp 12.120) dürfte somit einen ersten wichtigen Widerstand darstellen. Auf der Unterseite ist das mittlere Bollingerband um knapp 12.000 als erste Untersützung zu nennen. Darunter die bereits erwähnte 11.920. Falls der DAX in den Keil zurückwandert, würde um 12.170 bereits die Oberkante Trendkanal einen nächsten Widerstand bilden. Darüber wartet um 12.220 ein horizontaler Widerstand. Der Weg nach oben ist somit ziemlich verbaut. Ohne neue Verkaufssignale dürfte der DAX abermals eine enge Spanne an der Oberkante Trendkanal halten. Der GD100 läuft in der kommenden Woche an die 11.480 und wird diese wichtige Supportzone zusätzlich stützen. Der letzte Test des GD100 war im Dezember und wäre damit auch mal wieder fällig. Ein dynamisches Unterschreiten des GD100 dürfte die Supportzone 10.800/11.000 in den Fokus rücken, wo dann auch der GD200 kombiniert mit der unteren Trendkanallinie stark stützen würde. Innerhalb des Trendkanals bleibt der Test der unteren Begrenzung mittelfristig sehr wahrscheinlich.

Im US-Markt gab es den stärksten Rücksetzer in 2017 zu vermelden. Im Dow Jones Wochenchart deutete der MACD im letzten Wochenausblick eine frühe bärische Divergenz an, welche nun eine Bestätigung gefunden hat. Im US-Markt gibt es damit erste starke Signale für eine Gipfelbildung. Tiefere Kurse um 20.380/.320 werden unterhalb der 20.780 wahrscheinlich. Darunter folgt die Zone 20.130, wo der GD100 bald einen wichtigen Test erfahren dürfte. Oberhalb der 20.780 hellt sich hingegen die Lage für die Bullen wieder auf und eine Seitwärtsbewegung wird wahrscheinlicher.

Übergeordnet wäre die Welt der Bullen aber selbst bei einem Rücksetzer knapp unter die 19.000 noch vollkommen in Ordnung. Die starke Zuversicht (Soft-Data) dürfte durch aufkommende politische Unsicherheit bald eine stärkere Eintrübung erfahren.

In der kommenden Woche stehen einige wichtige Termine auf der Agenda. Politische Unsicherheit durch Trump; Fokus bald auf das Schuldenlimit. Morgen der ifo-Index für Deutschland, Dienstag das US-Verbrauchervertrauen (Soft-Data bereits vor Eintrübung?), Donnerstag Inflation Deutschland, Wirtschaftsdaten aus der Eurozone und das endgültige BIP Q4 der USA. Freitag viele Daten aus Asien und die Inflationsprognose für die Eurozone. Und der Brexit wird natürlich auch noch eingeleitet. Das alles umgarnt mit dem Window-Dressing zum Quartalsende…. Es wird also ausreichend geboten. 😉

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!

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Neutral ins Wochenende?

Der DAX konnte sich in dieser Woche bisher klar besser behaupten als die US-Märkte. Erfolgt vor dem Wochenende noch eine größere Bewegung, oder wird der neutrale Abschluss gesucht?

Blick zum DAX Wochenchart, wo die Tiefpunkte der beiden Vorwochen kurzfristig unterschritten und die Aufwärtsbewegung gestört wurde. Es fehlt bisher die Bestätigung auf Wochenschlussbasis.

Blick zum Tageschart und 60-Minutenchart, wo die Erholungsbewegung nach dem Rücksetzer in meinen Augen zu stark ausfällt, um eine direkt bärische Fortsetzung zu erfahren. Vermutlich wird ein neutraler Wochenabschluss gesucht.

Eine erste neutrale Range verläuft von 12.070 zu 11.990. Darunter warten die Wochentiefs um .850 & .900. Die Wahrscheinlichkeit für einen neuen Tiefpunkt unterhalb der .800 ist dann als hoch einzustufen. Oberhalb der Range warten um 12.100, 12.170 und 12.230 weitere Marken, die aber selbst bei Ausbruch über die 12.070 intraday nicht voll durchlaufen werden.

Es deutet sich eher ein neutraler Tag in engerer Spanne an. Heute soll jedoch der 2. Abstimmungsversuch für die Gesundheitsreform von Trump erfolgen, welcher klar einen Unsicherheitsfaktor darstellt.

Der US-Markt konnte bisher nur eine verhaltene Erholungsbewegung starten. Die Gefahr für eine direkte bärische Fortsetzung ist hier viel höher einzustufen. Unterhalb der .650 trübt sich das Bild wieder ein und unter der .580 droht eine Fortsetzung der Bewegung in Richtung .300.  Die .780/.830 stellt weiter einen wichtigen Widerstand dar. Darüber wäre ein weiterer direkter Rücksetzer vorerst verhindert.

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Können die Bullen nochmal angreifen?

Der Markt klebt zwischen technischer Gegenbewegung und nochmaligen Angriff der Bullen. Weiterhin bildet beim DAX das mittlere Bollingerband um 11.975 einen ersten wichtigen Widerstand. Von dort könnte eine erste neutrale Bewegung zur .900 einsetzen. Unterhalb der .850 dürfte die Bewegung zur .750 starten (breitere Supportzone von .720 – .780). Oberhalb der .975 hellt sich die Lage etwas auf. Kurse über die 12.000 zur 12.060 wären dann möglich. Die Gefahr für ein direktes weiteres Tief wäre dann wieder verringert.

Kurzum: Kurse bis zum mittleren Bollinger können zum direkten Abpraller und neue Tiefpunkte führen. Darüber dürfte eine seitwärtsgerichtete Konsolidierung fortgeführt werden.

Im US-Markt setze eine vorsichtige Stabilisierung ein, aber die Gefahr ist noch nicht gebannt. Im 60-Minutenchart konsolidiert der Dow im inversen waagerechten Dreieck. Diese Formation ist eher bärisch angehaucht und könnte ein Fortsetzung des Abverkaufs einleiten. Im Tageschart steht hingegen ein Stabilisierungsversuch, welcher unterhalb der .585 schnell scheitern dürfte. Ein übergeordnetes Ziel um .300 dürfte dann in den Fokus rücken. Die .780/.830 stellt einen wichtigen Widerstand dar. Darüber wäre ein weiterer direkter Rücksetzer vorerst verhindert.

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Gefahr im Verzug

Da war es doch mal wieder soweit. Die US-Börsen legten den schwächsten Tag seit Oktober 2016 hin. Ist das nun der Beginn der Korrektur, oder können die Bullen nochmal fleißig aufkaufen? Die bisherige Rally wurde fundamental nicht mehr getragen; es gab nur einen großen Vertrauensvorschuss, welcher sehr schnell verpuffen kann, wenn erste wichtige Marken fallen. Die Bullen müssen heute eine Attacke wagen; die Bären eine Fortsetzungskerze für die Trendumkehr.

Im DAX Wochenchart wurden die Tiefpunkte der letzten beiden Wochenkerzen unterschritten. Der RSI trübt sich erstmals seit Anfang Dezember wieder ein. Ein nächster Support wäre bei .830 lokalisiert, welcher sehr kurzfristig bereits angelaufen werden kann. Darunter werden die Ziele .720 & .780 realistisch. Übergeordnet könnte das mittlere Bollingerband (aktuell von 11.485 steigend) eine erste wichtige Anlaufmarke darstellen.

Anbei der Blick zum Tageschart und 60-Minutenchart. Wir erkennen, dass der bärische Keil nach unten aufgelöst  wurde. Nur ein Zurücklaufen in den Keil würde die angespannte Lage für die Bullen entschärfen. Einen ersten Widerstand stellt die .920 dar und folgend das mittlere Bollingerband um .975, welches im Sinne der Bären heute bereits eine Umkehr darstellen sollte. Oberhalb der 12.035 hellt sich die Lage für die Bullen wieder spürbar auf. Von der .920 oder spätestens .975 könnte sich aber eine heutige Spanne über die .830 zur .780/.720 ergeben. Von dort wäre eine Zwischenerholung möglich, bevor eine weitere Abwärtswelle die Ziele nach dem steigenden Keil anläuft. Die Zone 11.500/. .570 wäre hierbei zu nennen.

Im US-Markt hat der Dow Jones ein waagerechtes Dreieck nach unten verlassen und eine Top-Bildung eingeleitet. Die Bären könnten diesen Gipfel heute eintüten, wenn sie eine Fortsetzungskerze ausbilden. Die 20.500 wäre durchaus ein kurzfristiges bärisches Ziel. Um 20.300 könnte eine erste stärkere Gegenreaktion der Bullen erfolgen, aber Vorsicht vor zu starker Abwärtsdynamik! Die Lage der Bullen bessert sich oberhalb der 20.780/20.830.

Mögliches heutiges Szenario: Abpraller an 20.780 Richtung 20.500.

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